Expedition in die Tiefe der Meere

In seinem Vortrag zeigte der Forschungstaucher Uli Kunz beeindruckende Bilder aus der Unterwasserwelt. Dabei sprach er aber auch die Gefahren für die Meere an.

Umweltbildung auf besondere Art: Statt einer Unterrichtsstunde mit trockenen Büchern, erlebten die Schüler des Gymnasiums Brake eine Präsentation mit beeindruckenden Aufnahmen der Unterwasserwelt. Meeresbiologe, Forschungstaucher und Fotograf Uli Kunz berichtete in seinem Vortrag „Abenteuer in der Tiefe“ von seinen Erlebnissen auf zahlreichen Expeditionen auf den Meeren. Dabei zeigte der 41-Jährige Videos und Bilder wie er mit Haien und Walen schwimmt, von Robben begleitet wird und Wälder unter Wasser bestaunt. Beim Schwimmen mit Haien habe er keine Angst, aber Respekt, erklärte er den Schülern. Denn Haie seien meist ebenso neugierig.

Kunz’ Haupttauchgebiet sind die Nord- und Ostsee, Helgoland sein Lieblingstauchplatz. Er zeigte Fotos von Korallenriffen an der norwegischen Küste, die wie Oasen im sonst schlammigen Untergrund wirken, und Buckelwale und Orkas bei der Heringsjagd. Dass er dabei fast von einem Wal verschluckt worden wäre, erzählte er schmunzelnd.

Mit seinen Bilder wollte Kunz die Schüler erreichen, sie für die Meere begeistern, aber auch auf die Probleme dieses so wichtigen Lebensraum aufmerksam machen. Aus diesem Grund sprach er in seinem Vortrag auch die Themen Überfischung, Klimawandel und Plastikmüll in den Meeren an. So zeigte er ein Bild einer schönen Pazifikinsel, die mit Plastikmüll überwuchert ist, da die Meeresströmungen diesen dort sammeln würden.

Organisiert hatten den Vortrag Katrin Vogt, Fachobfrau Biologie, und Schulleiter Klaus Dannemann. Der Forschungstaucher erreiche die Schüler und mache sie so auf die Verantwortung für die Umwelt aufmerksam, ohne sie dabei zu belehren, schwärmte Katrin Vogt.

Bei den Schülern, die dem Vortrag still und aufmerksam folgten, kam der Vortrag auch sehr gut an. Dieser sei viel spannender gewesen als sie erwartet hätten und habe zum Nachdenken angeregt, berichteten einige.

Bild- und Artikelnachweis: nwzonline.de

Anmerkung der Redaktion: Wir danken dem Verein der Eltern und Freunde e.V. für die großzügige Förderung des Vortrags.

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