Die ganze Welt und noch etwas mehr…La Réunion – Reisebericht Teil 3

Die Bewohner der Insel La Réunion erzählen stolz, dass man nach einem Besuch ihrer Heimat eigentlich die ganze Welt gesehen habe. Diese Aussage hat sich für die immer noch reisefreudige Gruppe der 17 Braker SchülerInnen in dieser Woche in vielerlei Hinsicht bewahrheitet.

Am Dienstag erreichte unser Aufenthalt mit dem Ausflug zum Vulkan seinen vorläufigen Höhepunkt. Während wir uns in unserem Stammort Saint Paul noch mit mäßigem Wetter begnügen mussten, stieg die Aufregung und Spannung mit jedem Kilometer, mit dem wir uns dem Piton de la Fournaise näherten. Wir ließen die Welt der tropischen Traumstrände und des Ozeans hinter uns, um schließlich in einer fast alpin wirkenden Bergwelt die Wolkendecke zu durchbrechen.

Und schließlich wurde uns allen bewusst, dass sich das frühe Aufstehen und die kurvenreiche Anfahrt gelohnt hatten – über der Wolkendecke erreichten wir schließlich die bizarre Welt der Lavafelder. Dieses fast überirdisch wirkende Landschaftsbild wird auch oft mit dem Mars verglichen und dank einer französischen Kollegin unserer Partnerschule erfuhren wir nun detailliert, wie es zu dieser Naturform kam.

Die Faszination für diesen (übrigens noch aktiven) Vulkan setzte sich beim Besuch des Vulkanmuseums fort. Hautnah konnten wir nun dank eines Films in vier Dimensionen die unglaubliche Kraft der Natur erfahren, die sich durch die Aktivität der Vulkane auf eindrucksvolle Weise zeigt. Am Ende des 4D-Films glühte noch so manch eine Wange von der Hitze des Magmas im Inneren des Vulkans…

Nach dieser ereignisreichen Tour, kam uns der Mittwoch inmitten der beschaulichen Welt des Collège Antoine Sobou sehr gelegen. Hier hospitierten wir in kleineren Gruppen im Unterricht der französischen Kollegen und konnten schon einmal die kommenden Generationen an Deutschlernern unter die Lupe nehmen, in der Hoffnung, sie in ein paar Jahren in Brake begrüßen zu dürfen.

Der Empfang im Rathaus der Stadt Saint Paul hat Tradition. Doch sind es in diesem Jahr sicher nicht nur die ehrwürdig anmutende Schärpe der stellvertretenden Bürgermeisterin (in den Farben der französischen Fahne) sowie die beliebten Häppchen, die uns in Erinnerung bleiben werden, sondern auch die Worte der Rednerinnen. Zu letzteren gehörten in diesem Jahr auch drei Schülerinnen der deutsch-französischen Gruppe, die in emotionaler Weise zum Ausdruck brachten, wie prägend die Austauscherfahrung für sie sei.

Und schließlich haben wir sie doch ganz gesehen, diese große kleine Welt der Insel La Réunion: Auf einer Inselrundtour wurde uns wiederum bewusst, wie unglaublich vielseitig ihre Landschaft ist; die Bilder des tosenden Ozeans, der reißenden Wasserfälle und der Menschen, die stets Teil unterschiedlicher Welten sind, begleiten uns in das  bereits letzte Wochenende auf La Réunion…

Bild- und Artikelnachweis: Frau Schwake

  1. Maike Maas-Bode Antworten

    Ein Austausch, von dem die Französischschüler ein Leben lang erzählen und beeindruckt sein werden, vor allem: ihre Lebenserfahrungen mitnehmen. Eine Schule, die das auf die Beine gestellt bekommt, verdient größte Hochachtung! Auch das gehört zur Allgemeinbildung dazu! Daher sollte der Kostenfaktor nicht ausschlaggebend sein! Sponsoring oder „nur alle 2 Jahre“ dürfen für diesen Austausch kein Maß der Dinge darstellen; es ist eine Selbstverständlichkeit, dass nach 10-jährigem Erfolgskurs dieser Austausch zum „Inventar“ des Gymnasiums gehört. Es lohnt, dafür zu kämpfen!

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