„Wir wünschen uns schnelleres WLAN“

Praktikant Daniel Bielefeld und Volontärin Gloria Balthazaar führten ein Interview mit Schülern und Lehrer Oliver Voigt zum Thema „Digitale Medien“:

Bislang sieht es in Sachen Ausstattung mit Informationstechnologie (IT) in deutschen Schulen vielfach mau aus. Mit einem Fünf-Milliarden-Programm des Bundes soll sich das ändern. Doch was wollen die Schüler?

Die Schüler des Gymnasiums Brake haben genaue Vorstellungen, wie man das Geld vom Staat investieren könnte: „Wir wünschen uns schnelleres WLAN.“ Bei dieser Forderung sind sich alle einig.

Lene und Amelie aus der Klasse 8a berichten zudem, dass besonders in den Fachräumen für Naturwissenschaften noch Überbleibsel aus alten Zeiten zu finden sind: „Da steht immer noch ein Röhrenfernseher.“

„Wir hätten gerne Tablets, mit denen man im Unterricht alles machen kann“, wünschen sich Hannah und Leon aus der Klasse 9c und fügen hinzu: „Die Schulbücher sind doch viel zu schwer.“ Kim, Patrycja (beide 8c), Naemi, Juana und Moritz (alle 9d) empfinden vor allem das schlechte WLAN-Netz als großes Problem: „Wenn wir für den Unterricht etwas recherchieren sollen, müssen wir das entweder Zuhause machen oder unser Datenvolumen auf dem Handy verbrauchen.“

„Ein Computerraum wäre eine gute Idee, um Unterrichtsfächer oder AGs wie Informatik haben zu können“, schlägt Elion (10b) vor. „Viele andere Schulen besitzen Tablet-PCs für ihre Schüler, um den Unterricht spannender zu gestalten.“, erzählt Sabrina (10b). „Durch die Benutzung von Medien oder eines guten WLANs, sollte die Schule den Schülern einen spannenden und lehrreichen Unterricht bieten“, erklärt Daniel (10b).

Oliver Voigt, Mitglied der erweiterten Schulleitung, kennt die Probleme: „Das WLAN-Netz ist das nächste Projekt, das wir angehen wollen, nachdem wir in den vergangenen Jahren bereits viel Geld in neue Technik für die einzelnen Klassenräumen gesteckt haben.“ In Kooperation mit dem Schulträger, dem Landkreis Wesermarsch, soll die Infrastruktur verbessert werden, um dann in der Folge mehr Endgeräte für die Schüler anzuschaffen. „Dafür gibt es zwar noch keine konkreten Pläne“, so Voigt, „allerdings würde ich mir wünschen, dass wir für zwei Schüler [Anmerkung der Redaktion: jeden Schüler] ein Gerät zur Verfügung stellen können.“ Für welche Endgeräte man sich zu gegebener Zeit entscheiden wird, ist noch ungewiss. „Da können wir uns vorstellen, die Schüler in die Diskussion einzubeziehen“, erklärt Voigt.

Bild- und Artikelnachweis: nwzonline.de

  1. Sinhuber, Achim Antworten

    … Ja, „da steht noch ein alter Röhrenfernseher“. Warum auch nicht? Nachhaltigkeit heißt, dass teuer produzierte, aber noch funktionierende Geräte nicht einfach weggeschmissen werden, nur weil es inzwischen Neuere gibt. Auf die Inhalte kommt es an! Und die zeigt ein Röhrenfernseher genauso wie ein Flachbildschirm. Also: gut, dass da noch ein alter Röhrenfernseher seinen Dienst tut!
    Das heißt nicht, dass auf ein schnelles WLAN verzichtet werden könnte!

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