Artikelserie zum Protest wegen Klassenfahrten – Buh-Rufe in Brake für Kultusministerin

Es berichteten außerdem u.a. Spiegel Online , die Hannoversche Allgemeine ,der NDR, SAT1 Regional oder das Hamburger Abendblatt.

30.05.2015: Artikel: Direktor fordert Entschuldigung

30.05.2015: Artikel: Schulministerin schiebt Büroleiterin vor

15.05.2015: Artikel: Ministerin gibt jetzt ihrer Büroleiterin die Schuld

13.05.2015: Meinung: Nichts gelernt

13.05.2015: Artikel: Schulbehörde sagt Disziplinargespräch ab

13.05.2015: Artikel: Jetzt greift die Ministerin den Schulleiter an

12.05.2015: Artikel: Heiligenstadt wehrt sich gegen Zensurvorwürfe

12.05.2015: Artikel: Heiligenstadt nennt Zensur-Vorwürfe „haltlos“

12.05.2015: Im Landtag fand eine Aktuelle Stunde zur Schulpolitik statt.

12.05.2015: Meinung: Maulkorb. Zensur durch Schulbehörde

12.05.2015: Artikel: Ministerin lenkt ein: Bericht der NWZ wieder auf Schul-Homepage

12.05.2015: Artikel: NWZGedämpfte Freude über Machtwort NWZ

12.05.2015: Artikel: Ministerin pfeift ihre Behörde zurück

11.05.2015: Pressemitteilung: Kultusministerin verfügt, Löschung eines Zeitungsartikels von Schulhomepage rückgängig zu machen.

11.05.2015: Artikel: Ministerin knickt vor Braker Gymnasiasten ein

11.05.2015: Artikel: Riesen-Empörung über „Zensur“ am Gymnasium

09.05.2015 Artikel: Maulkorb vom Land für Braker Gymnasiasten

07.05.2015: Artikel Buh-Rufe in Brake für Kultusministerin:

Statt „Hallo, liebe Frau Ministerin“, schreien Frauke Heiligenstadt (SPD) 1000 Gymnasiasten ihren Nachnamen entgegen, gefolgt von „wir haben’s satt“. Reimt sich schön, hört sich für die Ministerinnenohren aber offenbar nicht so schön an. Denn: Zügigen Schrittes marschiert die oberste Bildungshüterin durch die Gasse, die ihr die demonstrierenden Schüler gelassen haben. Hinein ins Gebäude der Integrierten Gesamtschule Brake (IGS).

Die liegt direkt gegenüber des Gymnasiums und ist ihr eigentliches Ziel. Dort will sich Heiligenstadt über das Ganztages-Programm informieren. Gemeinsam mit der SPD–Landtagsabgeordneten Karin Logemann besucht Heiligenstadt an diesem Mittwoch mehrere Schulen im gesamten Kreisgebiet.

„Wir sind enttäuscht, dass Frau Heiligenstadt nicht das Gymnasium besucht“, sagt Johannis Wilbertz (17), Schulsprecher des Gymnasiums. Doch hinter dem Protest der 1000 Schüler steckt mehr als gekränkte Eitelkeit: „Durch die systematische Aufwertung der Integrierten Gesamtschulen, an denen man das Abitur machen kann, wird unser Abitur abgewertet“, sagt Wilbertz. Es fehle an Lehrerstellen, es gebe außerdem keine Lösung für den Wegfall der Klassenfahrten. Gymnasiallehrer hatten sie boykottiert, weil sie per Gesetz eine Stunde mehr arbeiten müssen. „Unsere Klassenfahrten wollen wir zurück, deshalb protestieren wir“, sagt Schülerin Josefie. Außerdem bräuchte das Braker Gymnasium mehr Politiklehrer, auch das ist auf einigen Protestplakaten zu lesen.

Vier Tage lang haben die Schüler Plakate gemalt. „Wir wollen Lehrer ohne Burnout“, „Wir wollen Klassenfahrten“ und „Ein Herz für Lehrer“, sind einige der Botschaften für Heiligenstadt. Immerhin: Die Ministerin nimmt sich Zeit für ein Krisengespräch mit Schulsprecher Wilbertz und dessen Kollegin Lotta Köhlken (16). „Ihre Aussagen waren mir zu schwammig“, sagt Wilbertz hinterher auf NWZ  -Nachfrage. Auf das Klassenfahrten-Problem habe die Ministerin „gar nicht geantwortet“, sagt Köhlken enttäuscht. Trotzdem: „Toll, dass sie überhaupt mit uns gesprochen hat.“

Bild- und Artikelnachweis: nwzonline.de

  1. Sinhuber, Achim Antworten

    Ich verstehe die Maßnahme der Landesschulbehörde nicht. Gründe werden nicht angegeben und der NWZ Artikel ist doch immer noch zu lesen unter:
    http://www.nwzonline.de/wesermarsch/bildung/buh-rufe-fuer-kultusministerin-buh-rufe-in-brake-fuer-kultusministerin-buh-rufe-in-brake-fuer-kultusministerin_a_27,0,1658510951.html
    mit einer am 9.5. aktualisierten Ergänzung unter http://www.nwzonline.de

  2. Paul Antworten

    Toller Protest gegen Frau Heiligenschein 🙂 Mein Respekt habt ihr verdient.

  3. Uwe Reinecke Antworten

    Dummheit verliert: Der Zensurversuch geht in die Hose. Überregional wird jetzt üpber die Schülerproteste in Brake berichtet. Der Artikel „Zensurappell aus der Schulbehörde“ (Göttinger Tageblatt vom Sa., 09.05.2015/ S. 8) endet mit der Behauptung der Ministerin vom Zensurversuch nichts gewusst und diesen auch nicht veranlasst zu haben.
    Diese Distanzierung von der Zensur der Schulhomepage kann nur als ministerielle Aufforderung aufgefasst werden, dass jetzt die beiden Artikel der NWZ (Buh-Rufe und Maulkorb) auf die Homepage gestellt werden.

  4. Jens Petzold Antworten

    Willkommen im real existierenden Sozialismus. Ich kann diese Maulkorb-Aktion nicht verstehen.
    Die kommenden beiden Links habe ich gepostet. Weder die Schulleitung, noch die Schüler, die Putzfrau oder der Hausmeister sind dafür verantwortlich.
    Es war eine tolle Aktion, macht weiter so! Wir leben (hoffentlich) in einem Rechtsstaat, daher sollte man den Artikel wieder in voller Länge – plus den zweiten Artikel – auf diese Homepage setzen. Die Sache hat jetzt schon soviel Staub aufgewirbelt, so dass jede weitere Handlung der Landesschulbehörde ein Schnitt ins eigene Fleisch ist.

    http://www.nwzonline.de/wesermarsch/bildung/buh-rufe-fuer-kultusministerin-buh-rufe-in-brake-fuer-kultusministerin-buh-rufe-in-brake-fuer-kultusministerin_a_27,0,1658510951.html

    http://www.nwzonline.de/wesermarsch/bildung/maulkorb-fuer-braker-gymnasiasten-maulkorb-vom-land-fuer-braker-gymnasiasten_a_27,0,1885948511.html

    Unsere Landesschulbehörde ist etwas realitätsfremd. Die Petition „Frau Ministerin, erhalten Sie unsere schulische Vielfalt und das Elternrecht auf freie Schulwahl!“ zeigt deutlich was die Niedersachsen von Frauke Heiligenstadt halten. Auch für den folgenden Link trage ich die volle Verantwortung mit allen strafrechtlichen Konsequenzen.
    .
    https://www.openpetition.de/petition/online/frau-ministerin-erhalten-sie-unsere-schulische-vielfalt-und-das-elternrecht-auf-freie-schulwahl

  5. Karl-Ernst Thümler Antworten

    Das stinkt, ganz einfach ausgedrückt, zum Himmel.
    Ich denke wir leben in einem Rechtsstaat mit freier Meinungsäußerung.
    Wo soll so ein Maulkorberlass hinführen?
    So erzeugt man schon bei jungen Menschen Politikverdrossenheit!

  6. Oliver Sandhas Antworten

    Vor 32 Jahren habe ich das Gymnasium Brake verlassen. Auch wenn ich nicht immer Alles toll
    fand, hat diese Einrichtung Einiges dazu beigetragen, einen demokratischen Menschen aus
    mir Werden zu lassen. Das ist die Aufgabe einer Schule.
    Die Aufgabe einer Schulbehörde ist es, der Schule diese Aufgabe erledigen zu lassen!
    Das Verhalten der Schulbehörde ist nicht nur Antidemokratisch, sondern auch erschreckend
    stümperhaft!
    Ich kann nur hoffen, die Schüler und Lehrer dieser und anderer Schulen lassen sich diesen
    Maulkorb nicht verpassen!
    Lasst Euch nicht unterkriegen

    Oliver Sandhas

  7. Jörg Erdmann Antworten

    Hallo
    ich komme aus Erfurt und habe kurz vor der Wende meine Schulausbildung abgeschlossen.Eigentlich wollte ich keine Diktatur mehr haben. Ich komme nun nicht aus Niedersachsen, aber ich habe nun noch mehr Angst vor unserer neuen Rot-Rot-Grünen Regierung bekommen. Laßt euch das nicht gefallen. Bitte kämpft für eurer Recht und laßt euch nichts verbieten. Wir Ossis haben lange deswegen gelitten.

  8. Hans Antworten

    Eine Gesellschaft braucht Menschen, die kritisch sind und darüber hinaus bereit sind, Verantwortung für die Gestaltung der Gesellschaft zu übernehmen. Schule hat die Aufgabe, jungen Menschen hierzu das Handwerkzeug an die Hand zu geben. Das staatliche Schulsystem funktioniert in dieser Hinsicht nicht einwandfrei. Hier jedoch gibt es Menschen, die für ihre Meinung buchstäblich auf die Straße gehen. Es sollten Medaillen statt Maulkörbe verteilt werden!

  9. Regus Antworten

    Lernziel ‚Meinungsfreiheit will erkämpft sein‘ wurde vollständig erreicht.

    Lasst euch von diesem Rückschlag nicht entmutigen. Juristisch mag die Niedersächsische Landesschulbehörde im Recht sein. Die moralischen Gewinner seid ihr.
    LG Regus

  10. H. Hasselmann Antworten

    Eigentlich bin ich an diesem schönen Sonntag dabei, die Klausuren des Abiturs im Fach Politik-Wirtschaft zu korrigieren. Beim Thema „Volkssouveränität und Demoktatie“ geht es auch um „die Möglichkeiten der Partizipation in der repräsentativen Demokratie“ und im Erwartungshorizont werden Protestbewegungen, freie Meinungsäußerung, Demonstrations- und Versammlungsfreiheit als „zum Kern politischer Beteiligung“ gehörend bezeichnet.

    Insofern kann man die Schülerinnen und Schüler nur beglückwünschen zu ihrem Willen sich an der politischen Willensbildung zu beteiligen!!!

    Die für die Gymnasien katastrophalen Folgen der rot-grünen Schulpolitik werden gerade im Schulverwaltungsblatt selbst dokumentiert: Nur noch 70 von 1500 Stellen (das entspricht nicht mal 4,7%) werden den Gymnasien zugewiesen!!!! Dies ist eine der Folgen der Arbeitszeiterhöhung und der Einschränkungen der zugesagten Altersermäßigung. Diese zeitgleich mit der Senkung der Sollstunden durch den Übergang zu G9 zu realisieren, ist neben anderen Aspekten ein bewusste und planmäßige Schwächung der Gymnasien in Niedersachsen.

    Herrn Dannemann und dem ganzen Kollegium wünsche ich für die zu erwartenden Auseinandersetzungen, Drangsalierungen und Maßnahmen Gelassenheit und gute Nerven!
    H. Hasselmann, Celle

    • Staatsschmutz Antworten

      Beste Grüße nach Celle!

      Können mittlerweile die historischen Ereignisse rund um das „Celler Loch“ (auch) im Fach Politik-Wirtschaft aufgearbeitet werden – ohne ein Eingreifen der Schulbehörde befürchten zu müssen?

  11. Witte, Maximilian Antworten

    Ihr solltet jetzt Dienstaufsichtsbeschwerden gegen die Mitarbeiter der Schulbehörde und Ministerin einreichen. Immerhin wird hier willkürlich das Grundrecht auf eine freie Meinungsäußerung beschnitten.

  12. Peterchens Mondfahrt Antworten

    Herzlichen Dank an die Schulbehörde für diesen Bärensienst im Sinne der Demokratie. Grandios wie hier das Land höchst selbst gegen sein wichtigstes Lernziel in Sachen Rede-, Presse- und Meinungsfreihet anarbeitet. Politik(er)verdrossenheit fällt nicht vom Himmel, sie wird gemacht!

    Oder war hier etwa der Rubikon überschritten!?

    Es grüßt der freundliche Politiklehrer von nebenan, der nun wieder gegen dieses Politik(er)bild anarbeiten darf – DANKE!

  13. Pjotr Iwanow Antworten

    Respekt und Solidarität!
    Vielleicht kann die Landesschulbehörde erläutern, warum der Artikel von der Homepage entfernt werden musste, während ein Protestaufruf zur Schülerdemo im Januar auf der Homepage einer anderen Schule bis heute stehen darf.

  14. Herbert Antworten

    Das niedersächsische Kultusministerium lässt einen unliebsamen/kritischen Artikel über die zuständige Landesschulbehörde löschen.
    Na da bin ich aber mal gespannt, wer dafür den Kopf hinhält.
    Gymnasien abzuschaffen ist das eine, aber Schüler und Lehrer bei unliebsamer Kritik mundtot zu machen und ihnen demokratische Rechte zu entziehen, ist nicht mehr tragbar!

    Rot-Grün ist in Niedersachsen am Ende.

  15. Klaus Dannemann, Schulleiter Antworten

    Laut Mitteilung der Rechtsabteilung der Landesschulbehörde Niedersachsen, Regionalabteilung Osnabrück, darf der entfernte Artikel wieder auf der HP erscheinen. Entprechend hat sich auch die Ministerin in den Nachrichten auf NDR1 um 18.00 Uhr geäußert. Aus meiner Sicht eine kluge Entscheidung!

  16. Hartmut Bunjes Antworten

    Es ist schon erstaunlich, wie unter einer Partei, die für mehr Basisdemokratie steht, die Grundrechte mit Füßen getreten werden. Diese gelten wohl nur für die, die rot-grüne Ansichten vertreten. Bin mal gespannt, ob die HAZ oder die NWZ mit Folgen rechnen müssen…
    Leistet weiter Widerstand, wir stehen auf eurer Seite!

    Viele Grüße aus Hannover

    Gerade erfahre ich, dass Heiligenstadt (Frauke, du Rabauke: klasse) die undemokratische Maßnahme zurückgenommen hat:
    http://www.nwzonline.de/politik/niedersachsen/ministerin-knickt-vor-braker-gymnasiasten-ein_a_28,0,169337144.html

    Ihr habt es geschafft!! Glückwunsch!

  17. Kollege Anonymus aus NRW Antworten

    hallo vollen respekt für die mutigen schüler und lehrer! ich bin kollege im benachbarten nrw , direkt über der grenze- weil mir die schulbehörde in münster schon eine reihe von schwierigkeiten gemacht hat, muß ich anonym schreiben. aber daß es menschen gibt die sich der beamten speichelleckerei nicht immer ergeben finde ich toll!. die aktion ist ( verglichen mit den wirklichen krisen im lande und in der welt ( is, syrien, mittelmeerflüchtlinge etc.) harmlos und ein klacks, aber die reaktion zeigt die panische angst vor freiheit im beamtenapparat. hut ab vor den schülern an eurem gymnasium im brake und ich wünsche euch daß (mindestens ein stück von dem- man darf nicht so große erwartungen haben in diesem umfeld-) was ihr erreichen wollt auch tatsächtlich eintritt! viel glück und erfolg!

  18. Mario von der Tann Antworten

    Mit dieser verfassungsrechtlich äußerst bedenklichen Maßnahme werden die Schüler hinreichend darüber belehrt, wie viel das Recht auf freie Meinungsäußerung in Deutschland noch wert ist. Lernen für’s Leben sozusagen.

  19. Uwe Antworten

    Viellcht sollte der Leiter der Niedersächsischen Landesschulbehörde nochmal in die Schule und dort die geltenden Gesetze lernen.
    Und erst nach bestandender Pruefung wieder in sein Amt zurueckkehren.
    http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_5.html

  20. Samanta Friedeburger Antworten

    Die ganz richtig als „Frau Heiligenschein“ titulierte Provinzministerin hat mit ihren schleimig-willigen Vollstreckern im Dickicht der Parteibuch-Bürokratie zwar noch nie unter Wettbewerbsbedingungen gearbeitet, aber dennoch einen wertvollen Beitrag zur staatsbürgerlichen Bildung weit über Brake hinaus geleistet. Gymnasiasten neigen öfters einer idealistischen Weltsicht zu. Schlimmer: Sie haben naives Vertrauen in den Staat der vorgeblichen „Volksparteien“. Jetzt aber wissen sie aus eigenem Erleben, was ihnen (und dem Rest des Landes) blüht, wenn opportunistische rot-grüne Parteibuch-Minderleister vom intellektuellen Format der derzeitigen niedersächsischen Kultusministerin (hoffentlich nie!) an die richtige Macht kommen: Die Abschaffung von Bürger- und Freiheitsrechten, die Schule als Zuchtbetrieb für gehorsame Untertanen, die „soziale Hinrichtung“ aller, die sich der nächsten deutschen Diktatur entgegenstellen. Schon in den Zwanzigern hiess es:
    „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“

    • Stifanos Antworten

      *opportunistische rot-grüne Parteibuch-Minderleister*

      Ich bin mir nicht sicher, ob der Leiter der Schulbehörde, der die Löschanweisung in erster Linie zu verantworten hat, mit einer solchen Beschreibung glücklich wäre.
      Sein Parteibuch ist nämlich das der CDU.
      Faszinierend, wie alle (und insbes. CDU-Anhänger) seine Entscheidung der Ministerin anlasten 😛

  21. Ulrich Kapp Antworten

    Grundgesetz Art. 5 Abs. 1 und Art. 8 Abs. 1

    Diese beiden Artikel sollten sich Politiker generell hinter die Ohren schreiben.

    Ich finde das was ihr gemacht richtig gut, und wenn euch die Schulbehörde Konsequenzen androhen will, wegen Nichtbesuchens des Unterrichts, so stellt sich einem guten Bürger immer noch die Frage, welches Gesetz höhenwertig ist, das Grundgesetz oder das Niedersächsische Schulgesetz? Im Zweifelsfalle, so meine Meinung, immer das Grundgesetz.

    Widerstand gegen undemokratische, verfassungsfeindliche Machenschaften, und dazu zählt auch und insbesondere die Zensur, ist gute Bürgerpflicht!

  22. Götz v. Berlichingen Antworten

    Anhand dieser schönen Posse, kann der Politikunterricht nun in einigen wichtigen Bereichen der Realität angepasst werden.

    Pressefreiheit gilt nur dann, wenn es gerade passt ?!

  23. Horst Antworten

    … dass es meine Schule mal zu Spiegel Online schafft, unglaublich:

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/schulbehoerde-zensiert-website-des-gymnasiums-brake-a-1033188.html

  24. Andreas Fuths Antworten

    Mein Respekt gilt allen Angehörigen des Gymnasiums Brake, die sich ungeheuerlichen erbärmlichen und undemokratischen Vorgehensweisen der Landesschulbehörde entgegenstellen!

    Wie sagte schon Captain Jean-Luc Picard: „Resistance is not futile!“

    • Vor- und Nachname Antworten

      Man kann sich auch mit fremden Federn schmücken. Wer war denn der Vollstrecker, der die Seite vom Netz nahm? Und auf wessen Intervention wurde sie wieder online gestellt?

      Immer schön bei der Wahrheit bleiben – und auf’m Teppich!

    • Schäubles Schreiber Antworten

      Tolle Schlagzeile?

      Beim Lesen des Artikels tun sich kognitive Dissonenzen bezüglich der Überschift auf. Von einem „Einknicken“ kann nur die Rede sein, wenn die Ministerin die Zensur auch angeordnet hätte.
      Wenn ich des Lesens und Verstehens noch mächtig bin, ist dem Artikel jedoch zu entnehmen, dass die Landesschulbehörde die Zensurmaßnahme angeordnet hat.

      Meine Headline hätte gelautet: „Ministerin nordet Schulbehörde ein.“

  25. Andreas W. Antworten

    Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen, lieber Schulleiter

    meinen Respekt für den Protest gegen das Regime in Hannover.

    Und die Reaktion der Herrschenden ist typisch: Sie wissen genau, dass sie selbst den Ausfall der Klassenfahrten zu verantworten haben, weil sie die Arbeitsbedingungen für die Kollegen/innen noch weiter verschlechtert haben.

    Und dass „Rot-Grün“ das Gymnasium in Niedersachsen (so wie hier in NRW) kaputt machen will, ist offensichtlich. Spätestens seit der Äußerung der Fraktionschefin der Grünen, Anja Piel, die das Gymnasium als Ort bezeichnet hat, an dem sich Unternehmerkinder zusammenrotten.

    Protestiert und kämpft weiter. Für die demokratische Leistungsschule.
    Und bezieht weiter die Öffentlichkeit ein. Es ist die einzige Chance.

    Andreas W.

    PS: Um mir keinen Stress mit meinem ach so demokratischen Schulministerium in NRW einzuhandeln, muss ich leider meinen Hausnamen anonymisieren.

    • Seletor Antworten

      Lieber Andreas W.!

      PS: Um mir keinen Stress mit meinem ach so demokratischen Schulministerium in NRW einzuhandeln, muss ich leider meinen Hausnamen anonymisieren.

      Vielen Dank für Ihren Beitrag. Wir nehmen das zum Anlass, einen persönlichen Selektor für Sie anzulegen.

      Auch ohne Ihr Einverständnis werden IP Adressen und mobile Standortdaten ausgewertet. Da keine Verschlüsselung möglich war, können Sie Ihren Beitrag jetzt nicht mehr plausibel bestreiten.

      Falsche Angaben zu Name und Email machen ein wenig Mehrarbeit, aber dafür sind wir stets gerne für Sie da.

      • Andreas W. Antworten

        Werter Sele(k)tor,

        ich hatte nicht vor, meinen Beitrag zu bestreiten. Und eine falsche eMail-Adresse habe ich auch nicht angegeben.
        Und wenn sich das Schulministerium in NRW oder sonstwo die Arbeit machen sollte, mich über meine IP ausfindig zu machen um mich zu rüffeln, dann seien Sie versichert, dass die einen ebenso großen Shistorm bekommen werden wie die Dame „Heiligenschein“ und ihre Erfüllungsgehilfen in Osnabrück.

        Freundliche Grüße
        Andreas W.

  26. Jürgen Antworten

    Habe zwar mit der Sache nichts zu tun, bin auch längst dem Schulalter entwachsen, aber Zensur dient der sachlichen Auseinandersetzung sicherlich nicht! Aber wenn einem die Argumente ausgehen, wird halt die Keule rausgeholt. Und wenn es bemerkt wird, will man es nicht gewesen sein …

  27. Martin Antworten

    Man könnte den Eindruck gewinnen, die Landesschulbehörde Niedersachsen, Regionalabteilung Osnabrück, hält Schule für einen rechtsfreien Raum…
    Lieber Herr Dannemann, alles Gute für Ihre Reise zu den höchstmächtigen und allerhöchsten Würdenträgern am kommenden Mittwoch.

  28. Martin Antworten

    …“demokratiefreien Raum“, wollte ich sagen….

  29. Oberstudienrat Antworten

    Ich gratuliere dem mutigen Gymnasium Brake!
    Die Chuzpe und der ideologische Starrsinn der niedersächsischen Regierung wird wieder einmal deutlich.
    Weiterhin viel Erfolg bei der offensichtlich guten Arbeit an eurer Schule!
    VG

  30. Jens Antworten

    Eigentlich will ich der Frau Ministerin trotz herausragender Ignoranz demokratischer Meinungsbildungsprozesse in Vorbildfunktion noch eine zweite Chance nach einen Disziplinargespräch beim Sourverän geben und ihre Löschung nicht anordnen. Fehler können ja mal passieren. Schaue ich mir die „Leistungsbilanz“ an, sollte Sie vielleicht doch lieber die berechtigten Proteste ernst genommen bekommen und eher gegangen werden.

    Gehts noch, stört sonst noch was? Muss vielleicht der baldige Artikel über Missbrauch auch noch zenziert werden?
    Mit solchen unprofesssionellen Aktionen wird die Glaubwürdigkeit der gesammten Institution schwer beschädigt. Das ist fatal wenn die zukünftigen Aufgaben dringend respektvolle Partnerschaft benötigen.

  31. Onkel Hotte Antworten

    Das tut schon richtig weh, wenn man ein solch unwürdiges Spektakel miterlebt. Kein Wunder dass viele Mitbürger sich nur noch angewidert abwenden wenn es darum geht, sich aktiv politisch zu engagieren oder auch nur von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Welcher Teufel des vorauseilenden Gehorsams hat die Schulbehörde nur geritten, sich so ins eigene Knie zu schießen? Vielleicht sollte unsere Kultusministerin ihre Energien mehr darauf verwenden, in der Schulbehörde Grundkurse zum Thema „Meinungsfreiheit und ihre Bedeutung für die Demokratie“ als Pflichtveranstaltung zu etablieren; eine erfolgreiche Umgestaltung unserer Schullandachaft wird ihr ohnehin nicht gelingen. Was bleibt ist der Murks, der nach der nächsten Wahl wieder korrigiert werden muss.

  32. Name Antworten

    Hallo, danke für Euren Einsatz für die Meinungsfreiheit.

    Ihr durftet miterleben, wie gefährdet eine zentrale Infrastruktur (hier die Schulwebseite) sein kann.

    Zukünftig sollen uns alle WLAN-Hotspots ausschnüffeln:

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Oeffentliche-WLAN-Hotspots-sollen-schnueffeln-helfen-2599623.html

    Und im Entwurf zur zweiten Änderung des Telekommunikationsgesetzes sollen all diejenigen haftbar gemacht werden können, die eine Löschung von Inhalten nicht garantieren können.

    Demokratie wird immer von zwei Seiten bedroht, von Repression und von Lethargie.

    Es ist gut, wenn die Lethargie abnimmt.

  33. Dickes Antworten

    Wer wundert sich da über diese Ministerin? So kennen wir doch die Sozen: kommen Sie zur Macht, soll die Ideologie siegen
    Kommt mal nach NRW, da haben wir erst mal so eine „Perle“ in Grün. Grausam. Wie bei Euch soll gegen alle Beteuerungen das Gymnasium Platz gemacht werden. Kompliment, wenn Ihr nicht locker lasst!!!

  34. T. Wittlinger Antworten

    Chapeau!
    Hallo Johannes Wilbertz,
    man kann vor deinem/eurem Engagement nur den „symbolischen“ Hut ziehen!
    Ihr seid auf dem richtigen Weg, immer schön die richtigen Fragen stellen z.B.:
    Ist das Denkmal der Göttinger Sieben, vor dem Niedersächsischen Landtag in Hannover, nur Deko?
    http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6ttinger_Sieben
    Der alte Gustav von Rochow …“Es ziemt dem Untertanen […] nicht, die Handlungen des Staatsoberhauptes an den Maßstab seiner beschränkten Einsicht anzulegen.“… lebt wohl noch in den Köpfen der Bildungsadministration!?
    Es ist nachzufragen ob die beteiligten „Entscheider“ u.a. der „Leiters der Niedersächsischen Landesschulbehörde (Regionalabteilung Osnabrück)“ bei der „Entscheidungsfindung“, das Beamtenstatusgesetz gewürdigt haben? (vgl. § 33 Grundpflichten). Oder ist das bundesweit gültige BeamtStG, in Hannover außer Kraft gesetzt?
    Euer Grundproblem ist allerdings die Unterfinanzierung von Bildung. Stellt euch mal die Frage warum Niedersachsen auf den „Abstiegsrängen“ steht? (vgl. Statistisches Bundesamt, Bildungsfinanzbericht 2014 –S.57)
    Fragt mal nach, ob die heutigen „Entscheider“ den Gorbatschow vor 26 Jahren verpasst haben???
    „Ich glaube, Gefahren warten nur auf Jene, die nicht auf das Leben reagieren. Und wer die vom Leben ausgehenden Impulse – die von der Gesellschaft ausgehenden Impulse aufgreift und dementsprechend seine Politik gestaltet, der dürfte keine Schwierigkeiten haben, das ist eine normale Erscheinung.“ Wie die Geschichte aus ging ist doch bekannt?

    Johannes & ALLE Beteiligten, lasst euch nicht bang machen! Haltet den „Eulenspiegel“ hoch – obige Fragen sind nur der Anfang, „Saper aude“ ist immer der Einstieg und der „kategorische Imperativ“ das Maß aller Dinge!

  35. Marc Nemitz Antworten

    Hallo,
    ich fand gerade über den Spiegel-Artikel her und bin zumindest erstaunt. Da versucht ein Ministerium kritische zukünftige Wähler zu zensieren. Vielleicht die beste Lektion, an der man erkennt, dass man Demokratie und Meinungsfreiheit verteidigen muss.

    Und wenn diese Aktion an der Ministerin vorbeilief, sollte vielleicht jemand fähigeres den Job übernehmen, der sich zumindest rudimentär mit unserem Grundgesetz auskennt oder seine nicht gewählten Beamten im Griff hat.

    mit besten Grüßen und gedrückten Daumen

    Marc

  36. Ben Rosenberg Antworten

    Das rot-grüne Polizeistaats-Regime, angetreten als Organisator irdischer Paradiese, lässt die Maske fallen. Aus der Sicht der Machthaber muss man Kinder und Jugendliche „gewinnen“. Und wehe denen, die sich nicht von der „Kita“ an als Nachwuchs-Untertanen für den Bevormundungs- und Abzock-Staat eignen, vielleicht sogar die verlogenen Sprüche der politischen Mafiosi wörtlich nehmen und – schlimm, schlimm – selber denken. Da muss dann, aus der Tunnelsicht der inkompetenten Pöstchen-Besitzerin Heiligenstadt völlig logisch, der gefährliche Widerstand von der rot-grünen Meinungspolizei mit den gerade in Deutschland „bewährten“ Mitteln gebrochen werden. Sonst könnte ja jeder kommen und eine eigene Meinung haben, vielleicht sogar die luxusversorgten linken Säulenheiligen anpinkeln. Zensur ist da noch ein mildes Mittel. Diejenigen, die sich im Besitz der endgültigen Wahrheit glauben (von „Veggie-Day“ bis „Gender“), können auch anders.
    Schade, dass man kaum feststellen kann, ob die Schüler in Brake aus dem unverhofften Anschauungsuntericht in Sachen Meinungsfreiheit und „Lügenpolitik“ die gebotenen Lehren fürs Leben ziehen werden. Immerhin lässt das Wahlergebnis in Bremen hoffen, dass rot-grüne Lügen immer kürzere Beine haben.

  37. Ralf Klein Antworten

    Da wird der „jungen Generation“ immer vorgeworfen, sie sei unpolitisch und wenig engagiert. Und dann wird das zarteste Aufbäumen – die Alt-68er hätten über so ein „laues Lüftchen des Protests“ nur milde gelächelt – vom Ministerium sofort mit der großen Keule totgeschlagen.

    Ich finde es klasse, dass sich in Brake etwas bewegt. Ein Verbot bzw. die Zensur der Internethomepage der Schule geht gar nicht und wird von den Schülern – ich habe den SPON-Artikel gelesen – zu Recht als Zensur bezeichnet. Hier wird das Grundgesetz mit Füßen getreten. Sowas muss eine hochrangiger Politikerin wie Frau Heiligenstadt aushalten können – auch wenn sie natürlich nicht eingeweiht war… 😉

  38. Dirk Antworten

    Servus.

    Ich finde es top, dass hier am Gymnasium ein derart hohes Engagement vorhanden ist. Lasst euch weder am Gymnasium noch während des Studiums oder dem Arbeitsleben von der Politik vorführen.

    Die Politiker möchten am Liebsten über allen anderen stehen und daher werden auch Zensurvorgaben gemacht und dabei kommt kein schlechtes Gewissen, weil in ihrer Welt die Demokratie und die Gewaltenteilung störend für die Politikerkarrieren ist.

  39. Georg Antworten

    Super Aktion von den Schülerinnen und Schülern! RESPEKT! Macht weiter so!
    Georg

  40. Uwe Antworten

    Hallo Schulgänger und Gymnasiasten,

    ihr habt es wirklich gut gemacht! Ihr habt gezeigt, daß gemeinsames Aufstehen wichtig ist, habt gelernt, daß es unpopuläre, ja der Demokratie wiederstrebende Maßnahmen gibt,
    habt gelernt, daß es sich lohnt, auch dagegen zu intervenieren. Eure Lehrer können wenig bis nichts dafür, daß die Situation so schlecht ist! Es ist die Verwaltung, die von oben herab den ganzen Misthaufen verzapft!
    Gewählte Politiker, mit welcher Vorbildung und Erfahrung auch immer, sollen solche Behörden führen. Daß das Ganze dadurch zum Scheitern verurteilt ist, liegt auf der Hand, denn es geht dabei in keiner Weise um Führungspersönlichkeiten und/oder Fachkompetenz, nein, es geht ums Parteibuch!
    Und nicht nur Euch stinkt das bis zum Himmel, wisst! Ihr seid nicht allein!
    Alles Gute Euch allen
    Uwe

    • Vor- und Nachschüler Antworten

      Lieber Uwe!

      Eigentlich hätte es gereicht, uns mitzuteilen, dass wir es gut gemacht haben. Wir machen unsere Sache in aller Regel nicht nur gut genug.

      „Gemeinsames Aufstehen“ ist körperliche Ertüchtigung beim Eintritt des Lehrers in das Klassenzimmer, aber sonst verknüpfen wir nichts mit diesem Ritual. Es kommt schon mal vor, dass wir in privaten Gruppen morgens „gemeinsam Aufstehen“. Ein gemeinsames Nächtigen ist damit mitgemeint. Wir streben diese wunderbare Erfahrung auch im Gesamt-Klassen-Verbund an, gemeinsam mit unseren Lehrkörpern – auf Klassenfahrten.

      Schön, Uwe, dass Du uns die Welt und unpopuläre Maßnahmen erklären willst. Wir erklären Dir, dass wir populäre Aktionen nach Interessenlage planen und eine Vereinnahmung durch Populisten oder Presse ablehnen.

      Du musst uns nicht sagen, „wieviel unsere Lehrer dafür können“. Wir wissen es selbst, wer aus welchen Gründen mit uns eine Klassenfahrt unternehmen möchte – und wer es verweigert. Wir können diese Entscheidungen werten und bewerten. Dabei lassen wir uns nicht manipulieren oder sonst für dumm verkaufen.

      Als Schulklasse haben wir auch eine soziale Verpflichtung gegenüber unseren Lehrern. Sollte ein Lehrer nicht in der Lage sein, aus finanziellen Gründen an einer Klassenfahrt teilzunehmen, so sind wir in der Lage notleidende Lehrer zu unterstützen und zweckgebundene Beihilfen zu gewähren. Wir haben uns mehrheitlich darauf verständigt, wegen Diskriminierung keine Einkommensnachweise der Bedürftigen zu fordern. Sollte ein Freizeitausgleich das Hauptproblem für einen Leher sein, so werden wir mit kollektivem Fernbleiben vom Unterricht einen zufriedenstellenden Ausgleich schaffen können.
      Wir verzichten es, auf den Rest Deines Textes, lieber Uwe, näher einzugehen. Gleichwohl hat jeder von uns dazu eine individuelle Meinung, wir können das selbst gut genug einordnen.

      Auch Dir wünschen wir alles Gute und hoffen, dass auch Du nicht allein bist!

  41. Peter Schild Antworten

    Hallo,

    es freut mich aus der Ferne zu lesen, dass die „heutige Jugend“ doch nicht so verpennt ist, wie es oft den Anschein hat.

    Im §2 des Schulgesetzes heißt es:
    „(1) Die Schule soll im Anschluss an die vorschulische Erziehung die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler auf der Grundlage des Christentums, des europäischen Humanismus und der Ideen der liberalen, demokratischen und sozialen Freiheitsbewegungen weiterentwickeln. Erziehung und Unterricht müssen dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und der Niedersächsischen Verfassung entsprechen; die Schule hat die Wertvorstellungen zu vermitteln, die diesen Verfassungen zugrunde liegen.“

    Dazu gehört sicher auch, sich für bessere Schulbedingungen einzusetzen und auch mich Sicherheit sich gegen Maulkorberlasse zu wehren.
    Das gilt aber nicht nur für SchülerInnen, sondern auf für Lehrende.

    Es mag ja sein, dass die Ministerin nichts von der Anweisung wusste, aber sie trägt die Verantwortung dafür.
    Ich habe für Schul-Bürokraten – vielleicht war es ja auch eine Frau – kein Verständnis, die im vorauseilendem Gehorsam solche Anweisung gegeben haben, den Link zu einer Protestveranstaltung zu löschen.
    Dies widerspricht dem Bildungsauftrag, wie er im Schulgesetz von Niedersachsen festgelegt ist!

    Ich drücke Euch die Daumen in der weiteren Auseinandersetzung mit der Schulbehörde.

    Mit freundlichen Grüßen, Peter Schild, El Salvador

    • Beichtvater Antworten

      „… die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler auf der Grundlage des Christentums …“
      Das Christentum gründet sich auf Kreuzzüge, Inquisition, Hexenverbrennung und Moden und Schlachten – auch auf dem südamerikanischen Kontinent.

      • Pjotr Iwanow Antworten

        Was soll das selektive Bashing des christentums hier?
        Brauchst Du irgendwie Hilfe, oder ist das nur ein Trollspaziergang?

  42. Ilja Antworten

    Mit dem Widerstand der Kinder haben Sie wohl nicht gerechnet, Frau Heiligenstadt? Gehört Zensur Ihrer Meinung nach zur Kultur? Das werden Sie als Kultusministerin ja wissen müssen, nicht wahr?

    Und dann zurück rudern wenn sich Widerstand im Volk regt.. Wie peinlich und feige.. Und soo rechtsstaatlich. Sie haben ja von NICHTS gewust – als Ministerin.. Man glaubt es Ihnen sofort. Und wenn es stimmen sollte, dann haben Sie nichts auf dem Posten verloren – wenn Sie schon nicht für Ordnung in ihrem Amt sorgen können..

    Ich hoffe, Sie nehmen dies zur Kenntnis und versuchen sich in Zukunft etwas professioneller gegenüber Ihren Wählern und dem Volk zu benehmen.

  43. Dr. med. R. Richter Antworten

    Art 5 GG
    (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

    Nochmal zum langsam lesen: „Eine Zensur findet nicht statt“.

    Hier müssen Köpfe rollen in der Schulbehörde.

    Im Zeitalter des Internet müssen die Krawattenträger der Schulbehörde umdenken. Tolle Aktion der Schüler! You made my day!

  44. d1zzy Antworten

    Und schon bekommt der Protest ein Vielfaches der Aufmerksamkeit, als ohne die Zensur! Gute Moral von der Geschicht!!!

  45. Florian A. Antworten

    Ein leider bewährtes Rezept der Bonzen-Kaste ist das Aussitzen. Man sollte nun also darauf bestehen, dass neben der dem Rechtsstaat offenbar nicht gewachsenen Minister-Darstellerin der verantwortliche Beamte zur Rechenschaft gezogen wird. Denn die Schleimer mit fetter Pensionsberechtigung sind seit jeher Voraussetzung für die deutschen Diktaturen gewesen, von denen keine an Personalmangel zugrunde gegangen ist. Doch was auch danebengeht, die Sesselfurzer bleiben hocken und malträtieren dann eben die nächsten „Regimefeinde“.
    Niedersachen ist vorbelastet durch die verbrecherische Naturzerstörer- und Tierquäler-Industrie und die politische Abzocker- und Verharmloser-Szene drumherum – und nun immer mehr und mehr „DDR light“ mit Zensur, Umerziehung und „No-go-areas“.

  46. Gerrit Antworten

    Dass Euer Schulleiter jetzt zum Disziplinargespräch „darf“, lässt Schlimmes befürchten. Vermutlich bekommt er gehörig den Kopf gewaschen und wird dann (das ist ja zulässig) dienstverpflichtet, über das Gespräch und alle Vorwürfe / Androhungen von oben Stillschweigen zu bewahren. Immer noch ein probates Mittel der Schulbehörden, um mal dem „doofen Untergebenen zu zeigen, wo der Hammer hängt“.
    Klasse, dass Ihr als Schule so gut zusammen haltet. Stärkt Eurem Chef jetzt bitte auch weiter den Rücken – der wird ordentlich heiße Ohren bekommen…

  47. Grundrechtsträger Antworten

    Eine Presselandschaft, die sich mittels Clicks still finanziert und massenhaft Daten ihrer Leser mißbraucht, und eine Behörde, die postdemokratische Methoden übt, bringen eine Ministerin in Zugzwang.

    Vermeidbares Fehlverhalten lenkt Aufmerksamkeit auf eine (beliebige?) Schule, die sie aus eigener Kraft kaum erreichen dürfte.

    So nebenbei erfährt man, dass (privilligierte?) Bedienstete Schülern ihre Klassenfahrten verweigern. Aber darum geht es ja nur – beiläufig.

    Bleibt zu hoffen, dass die Schüler über den Hype des Medieninteresses nicht vergessen, ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Ist es der Finanzminister, der ihnen ihre Klassenfaht wegnimmt, oder sind es jene, die kunstvoll vermeiden, offen zu sagen: „Kinder (sic!), Ihr seit es uns nicht Wert, als das wir unsere kostbare Lebenszeit mit Euch verbringen wollten. Aber als dankbare Objekte benutzen wir Euch gerne um unsere eigenen Interessen durchzusetzen. Ach ja, der Schwarzen Peter, den reichen wir still grinsend weiter …“

    Wie kommt es, dass Schüler sich nicht wirk-lich/sam wehren können, wenn ihnen „Leistung“ verweigert wird. Wen interessiert das schon? Tragt doch mal die Fehlstunden eurer Lehrer ins Klassenbuch ein.

  48. A. Kohlmann Antworten

    Der Stil der Deutschen Demokratischen Regierung (upps, da wollen wir doch keine altneue Abkürzung für die Staatsform der BRD erfinden?!), die sich über Merkels Politgeist mittlerweile bis in die tiefsten – interpretiere der geneigte Leser dies selbst – Verwaltungsebenen hineinzieht?

  49. Nic Antworten

    Dieser Akt politischer und anti-demokratischer Willkür deckt abermals ein grundsätzliches Leiden auf, unter dem so manch politisch verantwortliche Person zu leiden scheint: das Wahlvolk! Zumindest aus Sicht eben jener, die der Weltenordnung ihre ganz eigene, überaus egozentrische Richtung geben wollen. Immer wieder scheinen politisch, vom Volk erst legitimierte Irrgläubige anzunehmen, eine Wahl sei so etwas wie die Königskrönung für einen absolutistischen Herrscher. Nach dem Motto: „Das Wahlrecht ist das Privileg des Niederen, seinen Peiniger selbst zu bestimmen!“. Leider hat so mancher der politischen Kaste nicht verstanden, dass gewählt zu werden eine Ehre und ein Privileg darstellen und es nicht bedeutet, Herrscher (Führer!?), sondern VOLKSVERTRETER zu sein. Politiker sind IMMER Diener des Volkes. Offensichtlich wird es leider in dem sich abzeichnenden politischen System der Demokratie immer mehr zu dem, was es gerade nicht sein darf. Nicht das Volk dient dem Politiker, sondern umgekehrt.

    Aber dafür, dass dem oft nicht so ist, zeichnet sich nicht nur die Selbstbedienungsmentalität vieler Politiker verantwortlich. Nein, viel mehr ist dies auch der Tatsache geschuldet, dass die derzeit praktizierte Demokratie immer auch ein Ergebnis von Ignoranz, Desinteresse und der Trägheit zur Übernahme von Verantwortung ist. In einer Demokratie ist es letztlich immer der Wähler, der die Macht in Händen hält. Er delegiert und reicht diese Macht – als Leihe – weiter an Volksvertreter. Dass diese sie missbrauchen können, es teilweise auch tun ist schlecht an sich, aber vermutlich eine Nebenerscheinung von Macht. Sich dieses Vorgehen mit einem Kopfschütteln, einem Schulterzucken gefallen zu lassen und darauf zu verweisen, man könne ja ohnehin nichts ändern, erst dies ist es, was den Prozess des Missbrauchs nachträglich zu legitimieren scheint und Anreiz schafft, die Grenzen des moralisch Vertretbaren durch eine Übersteigerung der Selbstbedienungsmentalität auch zukünftig zu etablieren.

    So muss auf beiden Seiten, vom Gewählten als auch vom Wähler wieder verstanden werden, dass Demokratie mit Rechten einhergeht, aber eben auch mit Pflichten! Eine Wahl ist eine WAHL und nach der Wahl ist immer auch vor der Wahl. Ein Kreuz auf dem Wahlzettel verschiebt niemals die Verantwortung vom Wähler auf den Gewählten. Wir leben in einer wehrhaften Demokratie. Und wehrhaft bedeutet auch, dass man seine Wahl überlegt und abwägt…

    Und noch ein Wort zu den gestrichenen Klassenfahrten: Ich möchte nicht über eine Stunde Mehrarbeit diskutieren. Dies zu tun, ist Aufgabe der Lehrkräfte. Aber die Schüler/Innen als Geiseln zu missbrauchen, weil man sie benutzen kann, während man dem (politischen) Vorgesetzten nicht adäquat gegenübertreten möchte, ist – aus meiner Sicht – weder mit der Rolle einer Lehrkraft, noch mit deren zu unterstellender moralischer Tragweite und Berufsethos vereinbar. Soll es tatsächlich so vermittelt werden, dass man sich eine schwächere und abhängige Gruppe (die Schüler/Innen) bedient, um seine ganz persönlichen Bestrebungen durchzusetzen? Ich finde dies absolut indiskutabel und widerwärtig.

    Auch das Unterrichten von Menschen, die definitiv die Zukunft unserer Welt (und sei sie für den Einzelnen auch noch so klein) darstellen, ist ein Privileg und eine Ehre! Eine Tatsache, die ich eigentlich bei keinem meiner Lehrerkollegen erkennen konnte. Mag der Job eines Lehrers auch mitunter eine große Herausforderung sein, so ist aber gerade dieser Beruf mehr Berufung als die meisten anderen Berufe. BITTE, werte Lehrkräfte, vergesst dies nicht. Die Schüler und Ihr seid gleichberechtigt und arbeitet auf der gleichen Seite. Klassenfahrten müssen sein, denn Sie verbinden das Nützliche mit dem Angenehmen…

    Ich fordere ein Ende der Geiselnahme!

  50. Nanika Antworten

    Herr, die Not ist groß. Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los.“ (Schiller, der Zauberlehrling)

    Bei allem landes- und schulpolitischen Aufruhr, der grade herrscht, würde ich gerne den Blick auf ein anderes Element richten: Weiß nicht, ob hier schonmal jemand einen Medienaufruhr, auch genannt Shitstorm oder Empörungswelle,erlebt hat. In der schönen neuen Zeit virtueller Interaktivität gibt es Benehmen, das zu unterlassen ist, möchte man nicht von der Internetaktivistengemeinde den Hintern versohlt bekommen.

    Veröffentlichtes autokratisches Verhalten, wie hier die Dienstanweisung, schafft dermaßen unangenehme Situationen, dass ich grade richtig überlegen muss, ob ich weniger in der Haut des verursachenden Beamten oder des hier veröffentlichenden Teils des Lehrkörpers stecken möchte. Das Blöde ist, an beiden bleibt ein bisschen Schmutz kleben und das machts nicht leichter, sich auf gemeinsame Ziele und Verfahren zu verständigen. Und damit ist wirklich niemand geholfen, denn das muss im Sinne erfolgreicher Sekundarbildung oberstes Ziel aller Aktionen sein (sprach die Aposteline und stieg von ihrer Seifenkiste).

    Vielleicht entsteht daraus ja ein feines Unterrichtsprojekt als Beratungsdossier für wen auch immer. Titel: Was tun bei Empörungswellen: Vorbeugung, Verhalten im Ernstfall, Nachsorge. Dann gibts am Ende wenigstens Erkenntnisgewinn.

    Wünsch allen Beteiligten gute Nerven für die nächsten Tage. Das Gute ist, sowas versendet sich schnell, die Geister gehen von selber.

    • Jeanne d'Arc Antworten

      Sorry, aber das kann ich auf einer gymnasialen Seite nicht so stehen lassen: der Zauberlehrling ist natürlich von Goethe. Das gewählte Zitat trifft die Sache sehr gut. Ihr Schüler habt Euer Recht auf Meinungäußerung gegenüber einer leider total inkompetenten Ministerin toll wahrgenommen und nun gilt es Herrn Dannemann den Rücken zu stärken gegen die Kultusbürokratie und -tyrannei!

  51. Oliver Voigt Antworten

    Im Namen der homepAGe möchte ich alle KommentatorInnen um Verwendung Ihres Vor- und Nachnamens und einen sachlichen Stil bitten. Gruß O.Voigt

    • Vor- und Nachname Antworten

      Ad „sachlicher Stil“: Netter Versuch. Aber da es hier auch um’s Lernen geht, wäre ein Hinweis auf Unsachliches hilfreich, wie auch darauf, wie ein „sachlicher Stil“ denn auszusehen habe. Eine Frage des Stils ist immer auch eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wie hätten Sie es denn gerne? Submissiv und emotionslos?
      Ad „Verwendung Ihres Vor- und Nachnamens“: Zu Medienkompetenz – post-Snowden – gehört strikte Datensparsamkeit und Anonymität im Netz. Wer Schüler anweist, anstelle eines Nicknames die Verwendung Ihres Vor- und Nachnamens abzuverlangen, setzt sie nicht vorhersehbaren ernsthaften Gefahren aus. Wer dies dennoch tut, setzt auf Chilling Effects, die verheerende Spätfolgen hervorbringen können.

  52. Sabine Hedderich Antworten

    Wenn es dem Bildungsauftrag der Schule entspricht, dass Schüler auf Klassenfahrten gehen und mit einer guten Unterrichtsversorgung unterrichtet werden, und Frau Heiligenstadt nur während der Unterrichtszeit vor Ort war, dann wäre nach diesen Richtlinien der Landesschulbehörde eine Demonstration mit entschuldigtem Fernbleiben vom Unterricht zulässig. http://www.landesschulbehoerde-niedersachsen.de/themen/schulorganisation/teilnahme-an-demonstrationen
    Herzliche Grüsse. Sabine H. (Schönes Interview im NDR Beitrag!)

  53. Daniel Finkeldey Antworten

    Das Wichtigste: Die (meisten) Schüler nicht nur in Brake haben viel fürs Leben gelernt. Von denen wird hoffentlich niemand mehr auf die Lügenkaste der Politiker und schon gar nicht auf das nur noch brechreiz-auslösende SPD-Milieu („Der/die Dümmste wird es!“) hereinfallen. Der Herr Ministerpräsident (hahaha!) kann es jetzt nur noch falsch machen: Entfernt er die nur noch um sich schlagende, intellektuel und charakterlich natürlich völlig disqualifizierte Minderleisterin Heiligenstadt aus seiner Versagertruppe, rückt der nächste Parteibuch-Vollpfosten nach, der alsbald auch durchknallt. Versucht er es mit Verstecken, Vertuschen und Aussitzen, werden er und die Tu-nix-Partei den müffelnden Klumpen am Schuh nicht mehr los. Und wie der überforderte „Chef“ die bundesweite Lachnummer Heiligenstadt an Racheaktionen gegen die Braker Schüler und Lehrer hindern will, weiss er offenbar auch nicht.
    Wetten, dass auch in Niedersachsen bei der nächsten Wahl nur noch weniger als die Hälfte wählen gehen?

  54. Frauke Antworten

    Versteht diesen Kommentar als echte Fanpost für das Gymnasium Brake und den Schulleiter Herrn Dannemann! Weiter so! Lasst euch nicht entmutigen! Richtig so, dass eure Aktion durch das ganze Land geht. Es wird Zeit, dass man an dieser Kultusministerin rüttelt!

  55. Pjotr Iwanow Antworten

    Frau Heiligenstadt wird bei einer Pressekonferenz zitiert: „Angeblich hat der Schulleiter von nichts gewusst.“
    Dieses „angeblich“ finde ich umso perfider, als zu lesen war, Herr Dannemann habe irgendwie von dem Protestvorhaben erfahren und auf die Schulpflicht hingewiesen.

  56. Christian Haubner-Reifenberg Antworten

    Wir haben in Niedersachsen eh schon Probleme, die Dirketorenposten zu besetzen. Wenn jetzt alle SchulleiterInnen sanktioniert werden, die ihre Schüler während der Unterrichtszeit ungehindert demonstrieren ließen…
    Und es gab ja schon diverse Protestaktionen, ob von „Schüler gegen Bildungswillkür“, von einzelnen Schulen oder vom LSR organisiert.

  57. Rolf Schmitz Antworten

    Es zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Politik. Wenn Politiker ein wenig Macht haben, verändert das den Charakter. Sie glauben dann sie können alles nach Gutsherrenart bestimmen. Warum sind denn bei Wahlen die Wahlbeteiligungen rapide gesunken? Wir scheinen in der Politik zu viele Deppen, Dilettanten und Amateure zu haben. Von Meinungsfreiheit in der Politik ganz zu schweigen. Zu viele Leute werden mundtot gemacht, oder es wird zumindest versucht. Oder man versucht unliebsame Gegner zu diffamieren oder mundtot zu machen. Weiter so liebe Schüler. lasst euch nichts gefallen und lebt weiter Demokratie.
    Liebe Grüße R. Schmitz

  58. Anja Wilde Antworten

    Am Montag den 18.05.2015 um 12:30 besucht Frau Heiligenschein die IGS in Wardenburg (Landkreis Oldenburg). Dort hat sie Glück, es gibt da nämlich kein Gymnasium. Aber vielleicht wird sie ja trotzdem wieder so nett empfangen.

  59. Andreas Antworten

    Schöne Aktion der Schule – beschämendes, undemokratisches Verhalten der Ministerin!
    Hätten die Schülerinnen und Schüler ohne jede Aufsicht für Toleranz oder gegen Fremdenfeindlichkeit etc. protestiert, dann hätte Frau Heiligenstadt schön fürs Pressefoto posiert. Stattdessen wird jetzt nach Aufsichtspflicht gefragt, weil ein Protest politisch nicht genehm ist. Was für ein scheinheiliges Manöver.
    Die Ministerin sollte mal überdenken, wie sie es geschafft hat, solche Proteste zu mobilisieren.

  60. Pjotr Iwanow Antworten

    Kann mir bitte jemand den Ablauf der Löschungsgeschichte erklären?
    Heute steht in der NWZ („Maulkorb-Affäre In Brake – Ministerin gibt jetzt ihrer Büroleiterin die Schuld): In einem Telefonat mit der Büroleiterin am Sonnabend, habe Heiligenstadt erfahren, dass diese das Löschen des NWZ  -Artikels angeordnet hatte. Unmittelbar nach einem „klärenden Gespräche“ mit ihrer Büroleiterin, habe Heiligenstadt verfügt, das Löschen des Artikels rückgängig zu machen.
    Auf der Homepage des Kultusministeriums steht von der Kultusministerin: „Wie am Wochenende angekündigt, habe ich mit der Niedersächsischen Landesschulbehörde in Ruhe erörtert, wie mit der Frage eines Presseartikels auf der Schulhomepage des Gymnasiums Brake zu verfahren ist. Nach dem Gespräch habe ich verfügt, dass der in Rede stehende Artikel wieder auf der Homepage eingestellt werden darf.“
    Ich kapiere nicht, ob Frau Heiligenstadt unmittelbar nach dem Gespräch mit der Büroleiterin entschieden hat oder erst, nachdem sie den Vorgang mit der Landesschulbehörde in Ruhe erörtert hat.
    Danke für die Verstehenshilfe!

  61. Bernd Wehage Antworten

    Frauke Heiligenstadt: SKANDAL-MINISTERIN !
    MEINUNGSFREIHEIT: AMTSEID GEBROCHEN.
    LANDESSCHULBEHÖRDE OSNABRÜCK: FORTGESETZTES RECHTSWIDRIGES VERHALTEN

    Frauke Heiligenstadt hat es geschafft, dass sie ihre Gerichtsverfahren kaum noch überblicken kann. Sei es, dass sie von Gymnasial-Direktoren vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg wegen Arbeitsüberlastung verklagt wird oder sich um ihre Verfahren beim Staatsgerichtshof Bückeburg kümmern muss. Mit Ihrer „Bunker-Mentalität“, wie die FDP-Fraktion das Verhalten der Ministerin bezeichnet, sitzt Frauke Heiligenstadt die Sachen aber einfach aus.

    Inklusion, ein in der Gesellschaft von Lehrern und Eltern mitgetragenes Konzept, wird auf dem Rücken von Eltern, Lehrern und Kindern ausgetragen. Wenn sich die Beamten Ihres Ministeriums und der Landesschulbehörden jeden Tag spätestens um 16 Uhr und am Wochenende schon ab Mittag längst auf den Feierabend eingerichtet haben, dürfen Lehrer darüber nachdenken, wie sie die massiven Auswirkungen des verantwortungslosen Handelns der Ministerin für die betroffenen Inklusions-Kinder reduzieren können. Die Lehrer sind dabei längst an ihrer Belastungsgrenze angelangt.

    Ein uneingeschränktes „JA“ für die Inklusion bedeutet auch ein absolutes „JA“ für die Bereitstellung von personellen und materiellen Ressourcen. Nach den Vorstellungen der Ministerin aber reichen die bisherigen Ressourcen dafür aus.

    Das mag in den Schul-Einzugsbereichen von Nobel-Wohngegenden noch gerade zu bewerkstelligen sein, wo ein oder zwei „Vorzeige“- Inklusionsschüler pro Klasse vorkommen. In sozialen Brennpunktbezirken aber, mit vielen Inklusionsschülern pro Klasse, ist das pädagogische Konzept nur mit zusätzlichen Lehrkräften und Sonderpädagogen zu gewährleisten. Frauke Heiligenstadt ist die Not der Lehrer und das Wohl der Schüler aber offensichtlich egal. Grundschullehrer erlangen quasi über Nacht die Kompetenzen eines Sonderpädagogen.

    Wenn dann Schüler eines Gymnasiums in Brake – die Gott sei Dank gelernt haben, was Meinungsfreiheit ist – demonstrieren, das mag die Ministerin Frauke Heiligenstadt überhaupt nicht. Dann wird den Schülern vorgehalten, die Schule zu schwänzen und der Schulleiter zum Disziplinargespräch zu sogenannten „höheren“ Beamten der Niedersächsischen Landesschulbehörde nach Osnabrück gebeten. Gleichzeitig wird die Homepage der Schule wegen Kritik an der Ministerin aus dem Netz genommen. China und die Türkei lassen grüßen.

    Was unsere Mitbürger früher in der DDR akzeptieren mussten, was wir China und anderen Ländern vorwerfen, wird von Frauke Heiligenstadt in beispielloser Missachtung der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts selbstherrlich betrieben. Die Aushöhlung der Meinungsfreiheit.

    Frauke Heiligenstadt hat damit ihren Amtseid gebrochen, wenn es dort heißt:
    „Ich schwöre, …. das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland … zu wahren …“

    Das Bundesverfassungsgericht hat mit seinem „Spick-mich-Urteil“ (Kritik von Schülern an Lehrer) und zuletzt mit seiner weitgreifenden Entscheidung am 2. Oktober 2014 (1 BvR 482/13) die Meinungsfreiheit immer wieder nachhaltig gestützt und auf ihren besonderen verfassungsrechtlichen Wert hingewiesen.

    Jede anständige Ministerin, die anständiges Verhalten täglich von ihren Beamten erwartet, wäre nach dieser unglaublichen Entgleisung zurückgetreten. Frauke Heiligenstadt hat aber die besondere Kompetenz, ihre Verantwortung auf ihre Beamten abzuwälzen. Auf Beamte der Nds. Landesschulbehörde Osnabrück allerdings, die im täglichen Alltagsgeschäft sonst folgenlos dulden, wenn Lehrer sie nachweislich belügen und für die Mobbing in der Schule kein sanktionswürdiges Verhalten ist.

    Ich kann den Schulleiter des Gymnasiums Brake nur beglückwünschen, dass er Schüler hat, die den Mund aufmachen. Die Eltern sind aufgefordert, ihre Kinder und den Schulleiter uneingeschränkt zu unterstützen, obwohl man hier einen langen Atem braucht.

    Die Beamten der Nds. Landesschulbehörde Osnabrück – offenbar gestützt von ihrer Ministerin Frauke Heiligenstadt – haben Erfahrung mit Entscheidungen, die das Recht mit Füßen treten. Die beamtenrechtliche Verpflichtung zur Wahrheit gehört nachweislich dazu.

    Bernd Wehage
    Oldenburg

  62. Jens Petzold Antworten

    Heute war Frau Heiligenstadt an der IGS am Everkamp in Wardenburg. Statt sich mit Euren Problemen zu beschäftigen, um auch Euch wieder an die Politik glauben zu lassen, reist sie lieber an integrierte Gesamtschulen und Oberschulen. Dieser Frau fehlt jeglicher Respekt vor unseren Förderschulen und Gymnasien. Hier ein Video von der Ankunft in Wardenburg. Hier wurde sie leider nicht so „nett“ wie bei Euch empfangen. https://www.facebook.com/661955453927756/videos/vb.661955453927756/698080946981873/?type=2&theater
    Bitte glaubt weiter an Politik, die Zensur hat ja nur die Bürofrau von Frau Heiligenschein vorgenommen, während ihre Putzfrau den Finanzbedarf der Gymnasien berechnet hat.
    Ihr seit Klasse!

    • Jeanne d'Arc Antworten

      Lieber Herr Petzold,
      schöner Kommentar, aber ich möchte darauf hinweisen, dass die Schüler SEIT langem Klasse SIND.
      Die Konjugation des Verbes „sein“ sollte auf der gymnasialen Homepage schon korrekt sein, nicht wahr?

      • Pjotr Iwanow Antworten

        … dann könnte man auch gleich das Prädikatsnomen klein schreiben…

  63. Pjotr Iwanow Antworten

    Ich freue mich, dass Sie weiter für Ihr Recht kämpfen, Herr Dannemann, das ermutigt mich. Schließlich leben wir in einem Rechtsstaat, in dem es zwar Hierarchien gibt, aber Gleichheit vor dem Gesetz statt obrigkeitlicher Willkür und Schikane.

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