Jahrgang 9 zu Besuch im BIZ der Oldenburger Agentur für Arbeit

„Finnisch-Ugrische Philologie, Koptologie oder doch Molecular Ecosystem Sciences? Studieren oder besser (zunächst) eine Berufsausbildung durchlaufen?“ Keine einfachen Überlegungen für die im Schnitt vierzehnjährigen Jugendlichen des 9. Jahrgangs, bei den fast 9700 Studiengängen, die unmittelbar nach dem Abitur wählbar sind und den ca. 360 Ausbildungsberufen in Deutschland. Diese und andere Fragen sollen sich die insgesamt 134 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Brake nach ihrem Besuch im Berufs-Informations-Zentrum (BIZ) der Oldenburger Agentur für Arbeit selbst beantworten können.

Dem hohen Informationsbedarf, den die Wahl einer beruflichen Perspektive für junge Menschen mit sich bringt, konnten dabei die umfangreiche Datenbank und die Informationsmaterialien des BIZ für alle gerecht werden. Nach der Vorbereitung im Fach Politik-Wirtschaft ging die Fahrt am 07.02.2017 nach Oldenburg. Ergänzend zu der fachkundigen Einweisung durch Beate Schmitz von der zuständigen Arbeitsagentur Brake, sprach das hell und freundlich eingerichtete und mit leistungs-fähigen Rechnern ausgestattete BIZ die Schülerinnen und Schüler aus der Wesermarsch sofort an. „Alles ist modern gestaltet“, findet die 15-jährige Hanna Thormählen. „Insgesamt eine konzentrati-onsfördernde Atmosphäre, das gefällt uns!“ so Aaron Caspari, 16, und „gut für die Recherche geeignet“ ergänzt die 14 jährige Eske Gerhardt.

Die Veranstaltung solle als erster Impuls dienen, um die jungen Menschen bereits frühzeitig mit den Herausforderungen einer geeigneten Berufswahl vertraut zu machen, so Beate Schmitz. Die eigentliche Arbeit beginne aber im Anschluss, ergänzt Peter van Mark, der Koordinator für Studien- und Berufsorientierung des Gymnasiums Brake, denn dann folge die zielgerichtete Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz, um das Allgemeine Betriebspraktikum im Schuljahrgang 10 erfolgreich zu durchlaufen. Um den Jugendlichen, die das Gymnasium nach der 10. Klasse verlassen, eine Berufsorientierung nicht zu verwehren, wird es voraussichtlich bei dieser bisherigen Regelung bleiben. Das Gymnasium Brake versucht auch im anstehenden Betriebspraktikum, nach den Herbstferien 2017, den Jugendlichen die Möglichkeiten der (Berufs-)Tätigkeit innerhalb der Wesermarsch aufzuzeigen, um so die Bindung an die Region zu stärken. In diesem Praktikum sollen vor allem Unternehmensstrukturen erkundet, Arbeitsabläufe kennengelernt und der Kontakt zu außerschulischen Ansprechpartnern aus der Praxis geknüpft werden. Firmen und Betrieben dankt das Gymnasium im Voraus für deren Bereitschaft, den Schülern und potentiellen Mitarbeitern einen Einblick in ihre Arbeit zu gewähren.

Somit stellen die geleistete Recherche im BIZ und der Besuch der Berufsmesse im BBZ Brake nur die ersten Schritte auf dem Weg in eine erfolgreiche berufliche Zukunft dar, so Lehrer van Mark. Gute Dienste zur Dokumentation der individuellen Überlegungen und Ergebnisse leistet die „BO-Mappe“, die den Jugendlichen von der Bildungsregion Wesermarsch zur Verfügung gestellt wurde. Ergänzt werden diese Unternehmungen durch die regelmäßigen Beratungsangebote der Agentur für Arbeit in der Schule selbst sowie durch den im Mai anstehenden Besuch der Berufsmesse Vocatium in Oldenburg, die stärker auf die Bedürfnisse von Oberstufenschülern ausgerichtet ist.

Zudem plant die Fachschaft Politik-Wirtschaft ergänzende Seminare in Jahrgang 11, die zielgruppenorientiert auf die Belange derer eingehen, bei denen die Entscheidung für eine akademische Ausbildung gefestigt ist und auf die eigentliche Studienorientierung ausgerichtet sind. So sieht die Planung vor, in Kooperation mit der Arbeitsagentur sowie verschiedenen externen Experten, die angehenden Abiturienten mit der Vielzahl an Studienrichtungen, Bewerbungsverfahren, Vorstellungsgesprächen und einer erfolgreichen Berufseinstiegsphase vertraut zu machen. Ebenso sollen Aspekte der Finanzierung eines Studiums und Stipendien behandelt sowie Besuche von Universitäten und Firmen diese fortgeschrittene Phase der Orientierung für die Zeit nach der Schule abrunden. Das Interesse der jungen Menschen daran ist derart groß, dass es bereits vielfältige Ideen und erste Kontakte zu Institutionen und Unternehmen gibt, um diese Seminare zu einem wichtigen Baustein in der Vorbereitung der künftigen Abiturienten auf das Berufsleben zu gestalten

Bild- und Artikelnachweis: Herr van Mark

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