Gymnasium Brake

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Das Modell nimmt Formen an

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Im Beisein der Sponsoren wurde das Modell erarbeitet.icon_lupe

(Bild: Christian Korte; Artikel: Torsten Wewer, NWZonline)

 

 

Die Schüler haben beim Künstler Johannes Cernota in Sandkrug gearbeitet. Als nächstes werden aus Wachs kleine Figuren modelliert.

Brake - Die Schüler des Braker Gymnasiums sind mit ihrem Projekt „Friedensmonument“ einen großen Schritt vorangekommen. Unter Anleitung der Sandkruger Künstler Johannes Cernota und Hermann Büsching haben 20 Gymnasiasten des Seminarfachs „Stahl und Kunst“ von Freitagnachmittag an bis in die Abendstunden des Sonnabends hinein das etwa 1,30 breite und rund 90 Zentimeter große Modell einer Faust aus Gips und Kaninchendraht erarbeitet. „Das war ein guter Tag. Alles hat wunderbar geklappt“, berichtet Lehrerin Tanja Pautsch, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Sina Adler das Projekt betreut.

Johannes Cernota, der das Projekt künstlerisch begleitet und im Vorfeld mit den Schülern der Jahrgangsstufe 11 das Aussehen und die Größe des „Friedensmonuments“ festgelegt hat, hielt sich an diesem Wochenende weitgehend zurück: gearbeitet haben auf seinem Grundstück vor allem die Schüler, betont Pautsch. Nur beim „Feinschliff“ habe der Künstler mitgeholfen.

Hermann Büsching, der als Nachbar von Johannes Cernota eine Kunstgießerei betreibt, hat dagegen den eifrigen Nachwuchskünstlern aus der Wesermarsch vor allem interessiert über die Schultern geschaut. Büsching wird voraussichtlich im Herbst nach diesem Modell die endgültige Form gießen, die dann im März 2012 vor dem Braker Gymnasium aufgestellt werden soll.

Doch zunächst wird die Gipsskulptur nach Brake gebracht, erzählt Pautsch – vermutlich am kommenden Wochenende. Dann wird sie in der Schule in einem Raum aufgestellt, der derzeit nicht benötigt wird. Hier werden die Schülerinnen und Schüler dann aus Modellierwachs kleine Figuren herstellen, die um die Faust gruppiert werden, um diese symbolisch nach unten zu drücken. Die künstlerische Aussage dahinter: Gewalt wird mit vereinten Kräften verhindert.

Wie berichtet war der Amoklauf von Winnenden, der sich im März 2012 zum dritten Mal jährt, der Anlass für das Friedensmonument am Braker Gymnasium. Rund 40 000 Euro kostet das Projekt, knapp die Hälfte davon ist mittlerweile über Sponsoren zusammen gekommen. Neben den Privatspendern Ehepaar Hofmann und Ehepaar Nordhausen unterstützen die LzO und OLB Brake, die Firmen Tietjen (Ovelgönne) und Schellstede (Brake), Eon und die Gib-Entsorgung, der Braker Präventionsrat, die Friseurinnung und die Kreishandwerkerschaft, die Lions-Clubs Nordenham und Brake, der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr, der Landespräventionsrat sowie die Stiftung Winnenden bisher das Projekt.

Nach der weiteren Zeitplanung werden die Bootsbauer der Berufsbildenden Schulen Wesermarsch (BBS) im Sommer aus dem fertigen Gipsmodell ein „Negativ“ aus Beton herstellen, von dem wiederum Hermann Büsching dann die endgültige Skulptur herstellt.

Die Skulptur wird später auf einem Rondell stehen, in dem auch der Barren mit symbolisch eingeschmolzenen Waffen eingebracht wird. Diesen bronzenen Barren haben die Schüler von Innenminister Uwe Schünemann für ihr Projekt bekommen.

 
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