(Bild und Artikel: Evelyn Eveslage, NWZonline)
Brake - „Was Euch nach sechs Wochen fehlt, das übernehme ich“, hatte Werner Hofmann aus Rodenkirchen in der vergangenen Woche bei der Auftaktveranstaltung für das Friedensmonuments der Braker Gymnasiasten angekündigt. Und er will Wort halten. Hofmann möchte das Vorhaben über die Hofmann-Stiftung, die er gemeinsam mit seiner Frau gegründet hat, finanzieren. Das hat er jetzt noch einmal bestätigt. Geplant ist eine Skulptur in Form einer riesigen Faust, die von vielen kleinen „Menschen“ daran gehindert wird, aus dem Boden zu brechen.
„Die Freude der Schüler war riesig“, fasst Schulleiter Klaus Dannemann die Reaktionen der Jugendlichen zusammen. Lehrerin Sina Adler, die das Projekt zusammen mit ihrer Kollegin Tanja Pautsch betreut, erzählt: „Wir waren zunächst alle etwas perplex. Einige Schüler waren den Tränen nahe.“ Am Dienstag trafen sich die Schüler und der Wohltäter in der Außenstelle des Gymnasiums. Mittlerweile haben die Schüler der Jahrgangsstufe 11 bereits 14 500 Euro für die 40 349 Euro teure Umsetzung des Projekts gesammelt.
Theoretisch sind weitere Spenden nicht mehr notwendig, da Hofmann alle weiteren Kosten für die Verwirklichung zugesagt hat. Doch die engagierten Schüler sind sich einig: „Wir strengen uns trotzdem weiter an.“ So soll die finanzielle Last für Werner Hofmann minimiert werden.
Von dieser Idee gerührt, legte der 77-jährige Hofmann nach: „Falls der Betrag über andere Spender zusammenkommt, bin ich bereit, zweimal 10 000 Euro an die Kulturstiftung Wesermarsch zu überweisen.“ Die Skulptur beurteilt der ehemalige Physiker und Ingenieur so: „Die Faust erinnert daran, wie wichtig es ist, zu handeln.“
Klaus Dannemann resümiert: „Wir freuen uns riesig über die Absicherung. Den Jugendlichen wurde mit diesem Versprechen der Glaube an eine gute Sache geschenkt.“



