Gymnasium Brake

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„Vorzeigeprojekt für Deutschland“

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Innenminister Uwe Schünemann war zu Besuch am Gymnasium Brake.(Bild und Artikel: Detlef Glückselig, NWZonline) 

 

 

 

Nur Lob gab es für das Engagement der Schülerinnen und Schüler. Viele Sponsoren sind ebenfalls schon gefunden.

Brake - Uwe Schünemann sparte nicht mit Lob. „Das ist eines der beeindruckendsten Präventionsprojekte, von denen ich in den letzten Jahren gehört habe“, sagte der Niedersächsische Innenminister (CDU). Gemeint war das Monument gegen Gewalt, das die Schülerinnen und Schüler eines Seminarfachs des Braker Gymnasiums seit Monaten planen und das nun errichtet werden soll (die NWZ berichtete).

Auf die denkbar charmanteste Weise warben die Jugendlichen am Mittwoch bei einer großen Veranstaltung in der Agora um Sponsoren, nachdem sie ihr Projekt vorgestellt hatten: Eine Faust als Symbol für Gewalt bricht aus dem Boden; viele Menschen versuchen gemeinsam, sie daran zu hindern. Für dieses Motiv haben sich die Schülerinnen und Schüler entschieden. Damit daraus das geplante Monument werden kann, ist eine Summe von exakt 40 349 Euro notwendig. Das besagt die Kostenaufstellung der Jugendlichen.

Minister Schünemann riet den Schülern dringend, für dieses „ganz tolle Projekt“ Fördermittel beim Landespräventionsrat zu beantragen. Er werde den Antrag auf alle Fälle unterstützen, sagte der Politiker und überreichte den Schülern symbolisch einen Bronzebarren. Dieser steht für die ursprüngliche Idee, für das Monument Stahl aus eingeschmolzenen Waffen zu verwenden.

Daraus wird nichts. Dennoch herrschte bei allen Gästen, die ans Rednerpult stiegen, Begeisterung für das Projekt – auch deshalb, weil die benachbarten Berufsbildenden Schulen sowie die Haupt- und Realschule ebenfalls einbezogen werden. Darauf gingen unter anderem BBS-Leiter Artur Post, Björn Thümler als Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion und Landrat Michael Höbrink ein, nachdem Klaus Dannemann als Schulleiter des Gymnasiums die Gäste in der Agora begrüßt hatte. Höbrink sprach von einem „Vorzeigeprojekt für ganz Deutschland“. Bürgermeister Roland Schiefke warb für Toleranz. Robert Ringwelski, Leiter der HRS Brake, sagte, das Projekt sei „ein klares Signal an alle, die Gewalt als eine Option ansehen“.

Gisela Meyer von der Stiftung Winnenden, gegründet nach dem Amoklauf an einer dortigen Schule am 11. März 2009, forderte eine „Kultur der Aufmerksamkeit und Achtsamkeit“. Sie lobte den Mut und die Kreativität der „engagierten Schülerschaft“ und begrüßte ausdrücklich das Projekt gegen Gewalt. Gisela Mayer: „Es soll nicht sinnlos gewesen sein, was wir erdulden mussten.“

Die Veranstaltung endete so, wie es sich die Jugendlichen erhofft hatte: mit einer langen Reihe von Sponsoren, die ihre Zuwendungen übergaben.

 
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