Gymnasium Brake

Gymnasium Brake
Philosophenweg 3
26919 Brake
04401/9378-111

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Ein Monument gegen Gewalt

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(Bild und Artikel: Detlef Glückselig, NWZonline)

Den Ausschlag gab der Amok-Lauf in Winnenden. Die Skulptur soll in Bronze gegossen werden. Ein Künstler unterstützt die jungen Leute.

Brake - Die Ideen sprudeln so schnell, dass Johannes Cernota kaum nachkommt mit dem Schreiben. Die Tafel ist so gut wie voll, und die Finger der Schülerinnen und Schüler gehen immer noch in die Höhe. Dass die Pause schon begonnen hat, interessiert die jungen Leute herzlich wenig. Sie wollen unbedingt noch absprechen, wer welche potenziellen Sponsoren aufsucht. Und Plakate müssten auch noch entworfen werden, wirft ein Schüler in die Runde.

„Der Umgang mit der Andersartigkeit“ lautet das Thema eines Seminarfachs, in dem sich 22 Schülerinnen und Schüler der elften Jahrgangsstufe des Braker Gymnasiums zurzeit intensiv mit dem Thema „Gewalt an Schulen“ auseinandersetzen. Die Gymnasiasten haben ein ehrgeiziges Ziel: Bis zum Herbst kommenden Jahres wollen sie eine Skulptur erstellen. Das Friedensmonument, das zurzeit den Arbeitstitel „Waffen gegen Gewalt“ trägt, soll am Philosophenweg aufgestellt werden.

Künstler hilft bei Umsetzung
Am Dienstag hatte die Seminar-Gruppe Besuch von Johannes Cernota. Der stammt aus Sandkrug und ist Künstler. Cernota hilft den jungen Leuten bei der Ideenfindung für die Skulptur auf die Sprünge und wird ihnen später bei der handwerklichen Umsetzung zur Seite stehen.

Den Ausschlag für das Projekt, das von den beiden Lehrerinnen Tanja Pautsch und Sina Adler betreut wird und in das auch noch die Berufsbildenden Schulen und die Realschule einbezogen werden sollen, habe letztlich der Amoklauf von Winnenden am 11. März 2009 gegeben, erklärt Schulleiter Klaus Dannemann. Er und die beiden Lehrerinnen stehen in Kontakt mit der „Winnenden-Stiftung zur Amoklauf-Prävention“ sowie auch mit dem Niedersächsischen Innenministerium.

Letzteres hat Unterstützung in ganz besonderer Weise zugesagt: Im vergangenen Jahr hatten Bürger, die illegal Waffen besitzen, die Möglichkeit, diese straffrei abzugeben. Die Waffen wurden eingeschmolzen; auf diese Weise wurde Stahl gewonnen. Auf einen Teil des Erlöses darf nun das Braker Gymnasium hoffen. So wird symbolisch Stahl, der einmal Waffen bildete, in die Skulptur einfließen.

Auftakt in der Agora
Damit ist die Finanzierung des Projekts aber noch nicht gesichert. Eine erste Idee für ihr Friedensmonument hatten die Schülerinnen und Schüler schon verwerfen müssen, weil sie sich aus Kostengründen nicht realisieren ließ. Nun werden Sponsoren gesucht. Dazu soll nicht zuletzt eine Auftaktveranstaltung am 9. Dezember in der Agora dienen. Die Schüler werden bei dieser Veranstaltung ihr Projekt vorstellen – mit etwas Glück auch dem niedersächsischen Innenminister Uwe Schünemann (CDU), der nach Brake kommen will, wenn es sein Terminkalender zulässt.

Das Gymnasium hat bei der Raiffeisenbank Wesermarsch-Süd (Bankleitzahl 280 614 10) ein Spendenkonto eingerichtet. Die Kontonummer lautet: 15555104.

 
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