Gymnasium Brake

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Das Fach Geschichte am Gymnasium Brake

Die Lehrkräfte des Faches finden sie hier.User-group-64

 

 

Wenn Kontakte zur Fachgruppe gewünscht sind, so ist dies über die Fachobfrau Marianne Focke möglich.

Wer nicht von 3000 Jahren
weiß Rechenschaft zu geben,
bleibt im Dunkeln unerfahren,
mag von Tag zu Tage leben.

Johann Wolfgang v. Goethe



Der „Negerpastor“ führt zum Landessieg

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Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete Siegerurkunde.icon_lupe (Bild und Artikel: Detlef Glückselig, NWZonline)

 

 

 

Gymnasiasten aus Brake feiern Erfolg bei Wettbewerb der Körber-Stiftung. Die Schüler sind jetzt nach Oldenburg eingeladen. Sie werden am Holocaust-Gedenktag einen Vortrag halten.

Brake - Sie klebt in einer weinroten Mappe, und kein Geringerer als Bundespräsident Christian Wulff hat sie unterschrieben. Die Rede ist von einer Urkunde, die die drei Braker Gymnasiasten Sören Damm (17), Tammo Francksen (18) und Martin Berndt (18) jetzt in Hannover entgegennehmen konnten. Zwei Monate lang hatten sie recherchiert, was im Jahr 1932 dem farbigen Robert Kwami widerfuhr, als er auf einer Predigerreise durch Norddeutschland in Oldenburg Station machte. Mit der rund 30 Seiten umfassenden Arbeit, in der sie ihre Ergebnisse zusammengefasst haben, nahmen die Schüler an einem bundesweiten Geschichtswettbewerb der Körber-Stiftung teil – und zählen nun zu den Landessiegern.

Sören, Tammo und Martin werden in diesem Jahr ihr Abitur machen. Sie haben alle drei Geschichte als Leistungsfach. Mehr noch: Sören studiert sogar Geschichte – und das, obwohl er noch zur Schule geht. Der 17-Jährige aus Moorriem ist an der Universität in Oldenburg Frühstudent.

An der Uni war Sören auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht geworden. Er wählte sich Tammo und Martin als Mitstreiter aus. Das Thema für ihre Arbeit lieferte ihnen Roman Behrens von der Uni, den das Trio als Tutor an die Seite gestellt bekam. Bei dem Wettbewerb geht es darum, regionale Geschichte aufzuarbeiten. Diesmal standen Skandale im Mittelpunkt. Und mit einem handfesten Skandal konnte Behrens den drei jungen Brakern auch dienen: Er riet ihnen, über Robert Kwami zu recherchieren.

Gauleiter hetzt
Robert Kwami stammte aus Togo und war im Jahr 1932 als Prediger in Norddeutschland unterwegs. Am 20. September 1932 stand Oldenburg auf seiner Reiseroute. Dem damaligen Ministerpräsidenten und Gauleiter Carl Röver, der der NSDAP angehörte, passte es nicht, dass ein Farbiger in der Lamberti-Kirche predigen würde. Er sprach von einer „Kulturschande“.

Röver hetzte gegen den „Negerpastor“, beleidigte und beschimpfte ihn öffentlich – so sehr, dass der Oberkirchenrat eine Klage gegen den Nazi anstrengte. Die Geschichte ging zumindest insofern gut aus, dass Kwami zweimal in der voll besetzten Lamberti-Kirche predigte und die Oldenburger Bevölkerung auf seiner Seite hatte. Die Bürgerinnen und Bürger stellten sich gegen die NSDAP und verurteilten das Verhalten Rövers scharf.

„Riesig gefreut“
Die drei Gymnasiasten haben nun mit ihrer Arbeit dafür gesorgt, dass dieses Kapitel regionaler Geschichte nicht in Vergessenheit gerät. Insgesamt 472 niedersächsische Schülerinnen und Schüler hatten sich mit 158 Beiträgen an dem Landesentscheid beteiligt. Für die Autoren von 30 der Arbeiten reichte es zum Landessieg – darunter die drei Braker, die sich „riesig freuen“ über diesen Erfolg.

Und das soll es noch nicht gewesen sein für Sören, Tammo und Martin. Durch die Berichterstattung in der NWZ wurde die Lambertikirche auf die Arbeit des Trios aufmerksam. Auf Einladung der Kirchengemeinde werden die drei Braker am Holocaust-Gedenktag am 27. Januar um 20 Uhr im Lambertus-Saal einen Vortrag über den „Negerpastor“, so der Titel ihrer Arbeit, halten.

 

Aktuelles und Wissenswertes

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Außerschulische Kontakte:

Regelmäßige Zusammenarbeit mit Frau Ursula Bernhold, der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Wesermarsch. Dies bedeutet für die Fachgruppe Geschichte, dass wir Materialien für die Bibliotheken, Klassensätze an Quellen und Einladungen zu Autorenlesungen erhalten.

Aktuelle Beispiele:

"Ist denn da was gewesen?". Band 6, Erna Berg: Memoiren aus der Tauchzeit. Band 13. Deutsche und englische Ausgabe. Beide aus der Reihe: Ursula Bernhold (Hrsg.): Frauen in der Wesermarsch.

Zeitzeugenveranstaltung mit Frau Dr. Neeman (s.u.).

Workshop:

Gemeinsam mit dem Sign-Projekt in Oldenburg finden jährlich eintägige Workshops zum Thema "Rechtsradikalismus heute" für die 9. Klassen statt. Stand: Juli 2009.

Veranstaltungen:

In Zusammenarbeit mit "Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V." findet regelmäßig eine Veranstaltung mit einem Zeitzeugen des Nationalsozialismus statt. In den letzten Jahren war der Referent Heinz Droßel, der im April 2008 verstorben ist. Dieser war Widerstandskämpfer und später Buchautor: "Die Zeit der Füchse". Heinz Droßel trug den vom israelischen Staat verliehenen Titel "Gerechter der Völker". Literatur dazu befindet sich in unseren Bibliotheken.

Zeitzeugenveranstaltung:

Frau Dr. Neeman berichtete am 17. August 2010 vor Schülern und Schülerinnen der Jahrgänge 8-10 über ihr Leben im Nationalsozialismus. Sie ist Tochter der oben erwähnten Autorin Erna Berg.

In der Planung: Zeitzeugenveranstaltung: Aus der ehemaligen DDR für Q1 und Q2: N.N.

Frühstudium Geschichte:

Die Fachgruppe Geschichte betreut Schülerinnen und Schüler, die am Frühstudium Geschichte der Universität Oldenburg teilnehmen. Dies betrifft im Schuljahr 2010/11 einen Schüler aus Q1.

Projekttage:

Aus Anlass des 70. Jahrestages der Pogromnacht 1938 organisiert unsere Fachgruppe im November 2008 für die 9. Klassen ein ganztägiges Projekt zum Thema: "Der 9. November in der Geschichte der Deutschen" (1848, 1918, 1923, 1925, 1938, 1989).

Ergänzend zu den Kursthemen für das Abitur 2011 und 2012 ist ein weiterer Projekttag zu diesem Thema für die künftigen Kursstufen geplant. Anlass ist der 20. Jahrestag des Zusammenbruchs der DDR.Eine Veröffentlichung in der lokalen Presse ist vorgesehen, die Berichte schreiben Schülerinnen und Schüler.

 
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