
(Bild und Artikel: Jantje Ziegeler, NWZonline)
Austausch Zwölftklässler aus Irland zurück – Neuen Wassersport kennengelernt. Die 19 Gymnasiasten sind begeistert von ihren Erlebnissen in Irland. Organisatorisch war es allerdings nicht immer ganz einfach.
Brake - „Es war super!“ – Da sind sich die 19 Zwölftklässler des Gymnasiums Brake einig. Zwei Tage nach ihrer Rückkehr von ihrem neuntägigen Irland-Austausch stehen sie noch ganz unter dem Eindruck der aufregenden Erlebnisse.
„Wir haben viel besichtigt. In Dublin waren wir zum Beispiel im Nationalmuseum, und in Belfast, wo die Titanic gebaut wurde, haben wir eine Schiffsrundfahrt gemacht.“ Insgesamt hat die Gruppe, die mit den vier Lehrern Corinna Pahlke, Rabea Beenken, Tom Lakeberg und Klas Speicher unterwegs war, viel in der Natur unternommen.
Neue Wassersportart
„Viele Wassersportaktivitäten waren dabei“, erzählt Ruben, „neben Kajak- und Kanufahren haben wir Bouldering kennengelernt: Da klettert man im Neoprenanzug einen Gebirgsbach hoch.“ Zwischendurch springe man von Felsen auch mal ins Wasser. Auf die Frage hin, ob das nicht gefährlich sei, meint Paul schmunzelnd: „Unser Motto war: ,No risk, no fun‘.“ – „Es waren aber Betreuer dabei; Leute, die das professionell betreiben“, fügt Corinna Pahlke zwinkernd hinzu.
„Außerdem sind wir auf den höchsten Berg geklettert, den Slieve Donard. Das war ein sehr schönes Erlebnis. Anfangs sind wir geklettert, weil wir den Weg nicht kannten, dann haben wir ihn aber gefunden und sind gelaufen.“ Oben habe sich den Schülern dann ein atemberaubender Ausblick geboten.
„Am South Eastern Regional College waren wir auch“, erzählt Paul, „das war sehr medien- und IT-orientiert. Wir haben gelernt, wie man Filme und kleine Spots produziert. Das war sehr interessant“, so der 17-Jährige. Der einzige Nachteil sei gewesen, dass sie im kleinen New Castle (dort war die Gruppe im Hostel untergebracht) nach ein paar Tagen alles kannten.
Comenius-Projektfahrt
„Bei dem Austausch handelte es sich um eine Comenius-Projektfahrt, unterstützt durch EU-Gelder“, erläutert Organisatorin Corinna Pahlke. Als Ziele des Projekts nennt sie die Förderung der Mobilität innerhalb Europas, den interkulturellen Austausch „und besonders, da es sich um ein bilaterales Projekt handelt, eine Fremdsprache kennenzulernen.“ – Die irischen Schüler sprächen übrigens bisher so gut wie kein Wort Deutsch.
Stolz ist Corinna Pahlke darauf, dass „unsere Schüler im Ort schnell bekannt waren, sie haben viele Sympathiepunkte eingeheimst. Sowohl bei der Wirtin, dem Busfahrer oder auch der Herbergsmutter.“ Seit einem knappen Jahr sei das Projekt vorbereitet worden. Anmelden konnte sich jeder Zwölftklässler, der Lust dazu hatte. Belohnt werden die Teilnehmer mit einem „europass“, der ihre Leistung zertifiziert.
Fazit der Lehrer
„Aus rein organisatorischer Sicht hätte es in Irland etwas besser laufen können“, merken Tom Lakeberg und Rabea Beenken an. So habe man sich den Kontakt zu den irischen Schülern etwas erkämpfen müssen. „Das Schwierige ist, dass die Schulstruktur in Irland anders ist als bei uns.“
Ein Gesamt-Fazit wolle man erst nach dem Gegenbesuch der Iren (vom 7. bis 16. November) ziehen.



