Gymnasium Brake

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Philosophenweg 3
26919 Brake
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Waffen gegen Gewalt. Das Friedensmonument.
Projekt
Lehrkraft Raum Zeit
Waffen gegen Gewalt. Das Friedensmonument. Ad, Pa KP2
dienstags 1./2. Stunde

logo_friedensmonumentBeschreibung: Der Grundgedanke zu diesem Projekt war es, die Waffen, die als Folge des Amoklaufes von Winnenden freiwillig abgegeben und eingeschmolzen wurden, in ein Projekt gegen Gewalt an einer Schule einfließen zu lassen. Dem Gymnasium Brake ist es gelungen, den Stahl der eingeschmolzenen Waffen symbolisch zu erhalten. Dazu wird Landesinnenminister Schünemann ihn am 12.01.2011 im Rahmen der öffentlichen Vorstellung des Projektes der Schule symbolisch übergeben.

Die Idee zu diesem Projekt, den Stahl der eingeschmolzenen Waffen für ein Monument gegen Gewalt zu verwenden, stammt von Herrn Riesenbeck von der Landesjägerschaft, der sich an Herrn Dannemann, Schulleiter des Gymnasiums Brake, gewandt hat. Daraus entstand die Idee, dieses Projekt zum Thema eines Seminarfaches zu machen, das die Lehrkräfte Frau Adler (Kunst / Darstellendes Spiel / Deutsch) und Frau Pautsch (Deutsch / Politik) betreuen sollten. Die Schüler haben sich freiwillig zu diesem Seminarfach angemeldet und arbeiten seit Beginn des Schuljahres daran, es umzusetzen. Sie arbeiten dabei mit dem Künstler Johannes Cernota und der Gießerei Büsching zusammen. Herr Riesenbeck steht ihnen als Berater ebenfalls zur Seite. In Zusammenarbeit mit der Haupt- und Realschule und den BBS wird das Monument voraussichtlich bis zum Herbst 2011 fertiggestellt sein. Es soll den Anstoß für viele weitere Projekte geben, die sich gegen Gewalt an Schulen einsetzen.

Auf der Internetseite der Stiftung gegen Gewalt an Schulen "Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden" ist ein Beitrag über die Vorstellung unseres Projektes zu finden, an der auch Gisela Mayer teilnahm und eine hilfreiche Spende übergab.

Waffen gegen Gewalt. Das Friedensmonument.


Friedensmonument für Deutschen Engagementpreis 2012 nominiert

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Engagementpreis2012Das Friedensmonument ist für den Deutschen Engagementpreis 2012 nominiert. Der Einsatz aller Beteiligten erfährt durch diese Nominierung eine besondere Anerkennung. Der Vorschlag unser Projekt für diesen Preis zu nominieren zeigt, dass das Thema Gewaltprävention öffentlich wahrgenommen und als preiswürdig eingeschätzt wird. Wir danken noch einmal allen Unterstützern und freiwilligen Mitarbeitern!

Der Deutsche Engagementpreis macht freiwilliges Engagement in Deutschland sichtbarer und verhilft ihm zu mehr Anerkennung. Er wird verliehen vom Bündnis für Gemeinnützigkeit, einem Zusammenschluss von großen Dachverbänden und unabhängigen Organisationen des Dritten Sektors. Förderer sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Generali Zukunftsfonds.

Seit 2009 wird der Deutsche Engagementpreis jährlich in den Kategorien Gemeinnütziger Dritter Sektor, Einzelperson, Wirtschaft sowie Politik & Verwaltung ausgelobt. In diesem Jahr wird mit einer Schwerpunktkategorie das Engagement vor Ort besonders gewürdigt, um dessen Wert und Vorbildcharakter stärker ins öffentliche Bewusstsein zu bringen.

Die Preisträger bestimmt eine Experten-Jury im September 2012. Den Gewinner des mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreises wählen die Bürgerinnen und Bürger im Oktober unter www.deutscher-engagementpreis.de. Die zehn Finalistinnen und Finalisten für diese Auszeichnung werden von der Jury aus den besten Einreichungen aller Kategorien ernannt. Alle Gewinner des Deutschen Engagementpreises werden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Dezember 2012 in Berlin bekanntgegeben.

 

„Bewusstsein hat sich verändert“

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„Das Gesicht der Welt verändern“: die Schülerinnen und Schüler des Seminarfachs „Stahl und Kunst“ mit ihren Lehrerinnen Tanja Pautsch und Sina Adler (links).icon_lupe(Bild und Artikel: Detlef Glückselig, NWZonline)

 

 

Schüler ziehen positive Bilanz: Es hat sich gelohnt. Die jungen Leute haben viel gelernt. Enttäuscht sind sie vom niedersächsischen Innenminister.

Brake - „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Gesicht der Welt verändern.“ Dieser Spruch steht auf einem Zettel, den am Sonntag bei der Enthüllung des Friedensmonuments die Gymnasiasten des Seminarfachs „Stahl und Kunst“ von Gisela Mayer überreicht bekamen.

Gisela Mayer ist die Vorsitzende der Stiftung Winnenden. Bei dem dortigen Amoklauf vor drei Jahren hat sie ihrer Tochter verloren. Die junge Frau war als Referendarin an der Schule tätig. Den Zettel hatte sie für eine Unterrichtsstunde vorbereitet, die sie nie mehr halten sollte.

„Das war ein sehr bewegender Moment“, blickt am Dienstag im Klassenraum 04 in der Außenstelle des Gymnasiums an der Kirchenstraße Nils Riekemann auf den Augenblick zurück, in dem Gisela Mayer ihm und seinen Mitschülern den Zettel übergab. „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Gesicht der Welt verändern“ – der 19-jährige Nils Riekemann findet, dass dieser Spruch perfekt zu dem Friedensmonument passt. Deshalb wollen die Schülerinnen und Schüler sich nun dafür einsetzen, dass er auf dem Friedensmonument verewigt wird – sozusagen als letzte Amtshandlung, bevor sie in die Abi-Klausuren gehen und sich dann in alle Winde zerstreuen.

Fast zwei Jahre lang haben sich die jungen Leute von der ersten Idee bis zur feierlichen Enthüllung mit dem Friedensmonument beschäftigt. Hat es ihnen etwas gebracht? Jede Menge sogar. „Wie verhalten wir uns anderen Menschen gegenüber? Verletzen wir sie, ohne es selbst zu merken? Das Bewusstsein für solche Fragen hat sich verändert. Man muss einander viel mehr Aufmerksamkeit entgegenbringen“, sagt Deike Böning.

Dass aus der anfänglichen Idee etwas so Großes wird, hätten die Schülerinnen und Schüler niemals gedacht. Und das gilt auch für die beiden Lehrerinnen Sina Adler und Tanja Pautsch, die die Seminargruppe betreut hatten. Heute wissen sie: „Wenn man sich etwas ganz fest vornimmt, dann kann man es auch schaffen – egal, wie groß und wie teuer es ist“.

Apropos: Die Schülerinnen und Schüler sind oftmals gefragt worden, ob die 27 000 Euro für das Friedensmonument nicht für andere Projekte besser angelegt gewesen wären. „Zwischendurch haben wir selbst gedacht: Vielleicht stimmt das ja“, bekennt Katerina Vraka. Der viele Zuspruch, den die Schülerinnen und Schüler am Sonntag erhielten, zerstreute aber jeden Zweifel. Nun steht für alle fest: Es hat sich gelohnt.

Und noch etwas haben die jungen Leute gelernt: mit Enttäuschungen umzugehen. Als Schirmherr des Friedensmonuments hatte Innenminister Uwe Schünemann (CDU) im Januar 2011 finanzielle Unterstützung für das Projekt zugesagt. Geld gab es letztlich keines vom Land. Und zur Enthüllung des Monuments kam „nur“ eine Staatssekretärin.

Ein Teil der Facharbeiten, die die Gymnasiasten zu den verschiedensten Aspekten rund um das Thema Gewalt in dem Seminarfach verfasst hatten, ist als Buch erschienen. Der Erlös kommt der Stiftung Winnenden zugute.

Anmerkung der Webredaktion:

Das angesprochene Buch "2Worte" ist in örtlichen Buchläden verfügbar, kann aber auch direkt im Onlineshop des "Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden" bestellt werden.

Außerdem:

Die Bildergalerie des Rahmenprogramms

2Worte_VS

 

 
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