Gymnasium Brake

Gymnasium Brake
Philosophenweg 3
26919 Brake
04401/9378-111

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Busbegleiter
Projekt
Lehrkraft Raum Zeit
Busbegleiter



Engagement zeigt erste Erfolge

Drucken

Jugendliche Busbegleiter ziehen positive Bilanz über ihre neue Aufgabe.icon_lupe(Bild, Artikel und Video: Martin Thaler, NWZonline)

 

 

Jugendliche Busbegleiter ziehen positive Bilanz über ihre neue Aufgabe. Im Herbst waren die Schüler ausgebildet worden. Ihre Arbeit soll in Zukunft stärker koordiniert werden.

Brake - Die ersten Erfahrungen stimmen durchaus positiv: „Wir haben mehrfach Schüler ermahnt, die den Bus verschmutzt haben. Die haben dann ihren Müll eingesammelt und wieder mitgenommen“, berichtet ein Schüler der BBS. „Auch einer Frau mit Kinderwagen konnten wir aus dem Bus helfen.“ Und auch einem älteren Herrn konnte mit seinem Rollator geholfen werden. „Man achtet schon aufmerksamer auf das Verhalten der anderen“, lautet die übereinstimmende Meinung unter den Schülern.

Es sind erste Erfolge, die die 22 Jugendlichen auf ihrem ersten gemeinsamen Treffen seit ihrer Ausbildung zu berichten haben. Im Herbst hatten sich die Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums, der Haupt- und Realschule sowie der Berufsbildenden Schulen in einem Projekt des Zweckverbandes Verkehrsbund Bremen/ Niedersachsen zu Schulbusbegleitern ausbilden lassen (die NWZ berichtete). Ihre neue Aufgabe: Gedränge, Ärger und Streit zwischen Schülern und Sachbeschädigungen im Bus zu verhindern sowie Jüngeren bei Schikanen durch ältere Schüler zu helfen. Seitdem hat sich das alltägliche Chaos im Schulbus zumindest zum Teil gebessert. Nicht nur nach Ansicht der Schüler. „Ich bin immer richtig stolz zu sehen, wie sie sich einsetzen“, erklärte Busfahrer Hartmut Köhler, der zudem als Verhaltenstrainer half, die Schüler auszubilden.

Video: Schulbusbegleiter verzeichnen erste Erfolge

Video: Schulbusbegleiter verzeichnen erste Erfolge

Doch trotz der erzielten Erfolge sind einige Unsicherheiten geblieben. „Was mache ich bei Gedränge? Die Schüler zu ermahnen, bringt da einfach nichts“, erklärt die 13-jährige Christine. Auch wenn beispielsweise jüngere Schüler an den Haltestellen aus Spaß mit Stöcken kämpften, wüssten viele nicht, wie sie mit dieser Situation umzugehen haben.

Auch von Seiten der Lehrerschaft wurde auf ein Problem hingewiesen: „Die Busbegleiter agieren zumeist alleine“, erläuterte Gymnasiallehrerin Petra Gerdes. „Manchmal kommen allerdings Eltern zu uns und verweisen auf Probleme in manchen Bussen. Da ist für uns dann extrem aufwendig, den entsprechenden Busbegleiter, der auf dieser Linie unterwegs ist, zu finden.“

Dieser Missstand soll nun durch regelmäßige gemeinsame Treffen behoben werden. „Wir wollen das besser koordinieren“, sagt Petra Gerdes. Generell sei aber zu sagen: „Die Ausbildung hat sich gelohnt.“ Auch im nächsten Schuljahr soll darum wieder nach neuen Busbegleitern gesucht werden. „Noch sind wir ganz am Anfang. Aber mit der Zeit wollen wir möglichst alle Bus-Linien abdecken können“, blickt Petra Gerdes schon einmal in die Zukunft.

 

Einsetzen für ein besseres Miteinander

Drucken

Keri und ihre Mitschüler dürfen sich nun Busbegleiter nennen.icon_lupe (Bild und Artikel: Lars Herrmann, NWZonline)

 

 

 

22 Jugendliche sollen künftig im Konfliktfall einschreiten – Ausbildung dauert 15 Stunden. Das Projekt lief andernorts erfolgreich. Die Braker Schüler sind die ersten im Verkehrsverband Bremen/Niedersachsen.

Brake - Viele Kinder kennen die Ärgernisse: Gedränge vor und im Schulbus; zu wenig Sitzgelegenheiten, weil die Älteren Plätze blockieren, oder jemand verpasst den Ausstieg an seiner Haltestelle, weil ihm der Weg versperrt wird. Neun Schüler der Haupt- und Realschule, acht des Gymnasiums sowie fünf der Berufsbildenden Schulen dürfen sich ab sofort Schulbusbegleiter nennen und sollen in diesen Situationen eingreifen. Sie erhielten ein entsprechendes Zertifikat, einen Ausweis und als Dankeschön ein Jugend- und Freizeitticket für einen Monat.

Die Jugendlichen folgen in ihrer Tätigkeit dem Leitspruch „Du willst im Team einstehen für Fairness? Gib Zivilcourage Dein Gesicht“. Sie werden sich für ein besseres Miteinander während der Beförderung mit dem Schulbus einsetzen.

Das Projekt wurde im Frühjahr 2011 durch den Zweckverband Verkehrsbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) ins Leben gerufen. Die regional ansässigen Verkehrsunternehmen Verkehrsbetriebe Wesermarsch (VBW) und Weser-Ems Busverkehr (WEB) sorgten in den vergangenen Wochen für eine vielfältige Ausbildung.

„Anfangs waren sie noch zurückhaltend, doch am Ende fast euphorisch. Sie freuen sich auf ihren ersten Einsatz. Busbegleiter sind definitiv notwendig“, bekräftigen die Trainer Gert Bohlen (WEB) und Hartmut Köhler (VBW), die es als Busfahrer schließlich wissen müssen.

Die beiden Unternehmen ließen engagierte Mitarbeiter zu Verhaltenstrainern ausbilden, die ihr Wissen in einer etwa 15-stündigen Ausbildung an die Schulbusbegleiter weitergaben. Auf einen Intensivtrainingstag von fünf Schulstunden folgten drei weitere kürzere und praxisnahe Einheiten. Jürgen Zimmer vom Polizeikommissariat begleitete die Ausbildung.

Hierbei sollten wirkungsvolle Methoden erlernt werden, um im Konfliktfall im Bus schlichtend eingreifen zu können. Es wird besonders darauf geachtet, dass stets im Team gearbeitet wird und sich niemand in Gefahr begibt. „Das ist wichtig, denn nur gemeinsam können wir auch etwas gegen ältere Schüler bewirken“, glauben Michelle, Christine, Marieka, Thalke (alle 13 Jahre) und Keri (12).

Die Ausbildung richtet sich an freiwillige Fahrschüler ab der 8. Klasse. Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit sind wichtige Voraussetzungen. Ein regelmäßiger Austausch mit den betreuenden Lehrkräften soll die Nachhaltigkeit stützen und einen Erfahrungsaustausch ermöglichen.

Die Arbeit als Schulbusbegleiter fördert die Teamfähigkeit, sicheres Auftreten und positive Kommunikation. „Ich habe dieses Projekt von Beginn an begleitet und habe Hochachtung für die Schüler“, betonte BBS-Schulleiter Artur Post zur Begrüßung. Christof Herr, Geschäftsführer der ZVBN, nannte das freiwillige Engagement „alles andere als selbstverständlich“, und Landrat Michael Höbrink hob die Bedeutung dieses wichtigen Themas hervor. Ein sicherer Weg zur Schule trage zur Beruhigung der Eltern bei.

Eine Fortsetzung des Projekts im kommenden Jahr ist geplant.

 
  • Facebook 
  • VerZeichnisse 
  • Google Bookmarks 
  • MySpace 
  • RSS 
  • Copyright © 2012 Gymnasium Brake. Alle Rechte vorbehalten.